Was in die Tasche gehört
Die Packliste ist kurz, aber kompromisslos. Eine winddichte Jacke, lieber wasserabweisend als hübsch. Eine Mütze, auch wenn es 16 Grad hat – der Wind kühlt am Kopf am schnellsten aus. Schuhe, die nass werden dürfen, plus ein zweites Paar zum Wechseln, weil nasse Schuhe über Nacht selten trocknen. Eine dünne Wollschicht statt eines dicken Pullovers, damit man sich am Nachmittag nicht durchschwitzt. Handcreme und Lippenpflege, weil Salzluft und Wind die Haut spürbar auslaugen. Und eine kleine Stofftasche, weil man am Spülsaum immer irgendetwas findet – Muscheln, Hühnergötter, mit Glück ein Stück Bernstein nach kräftigem Wind.
Lohnt sich die Ostsee, wenn das Wetter unbeständig ist?
Ja – vorausgesetzt, du planst nicht für Sonne, sondern für Abwechslung. Ein Tag mit zwei Regenschauern und einer Stunde goldenem Licht ist an der Küste im Herbst die Regel, und genau diese Mischung macht die Bilder und die Erinnerung. Wichtig ist nur, dass immer ein Innenplan in Reichweite ist und die Unterkunft warm und gemütlich genug, um dort auch nachmittags zu sein.
Wie plane ich einen Küstentag, wenn Wind und hohes Wasser angekündigt sind?
Schau am Vorabend und noch einmal morgens auf die offiziellen Wetterwarnungen und Wasserstandsangaben für deinen Abschnitt und richte den Tag danach aus: Spaziergänge in die ruhigeren Fenster legen, Promenaden und Molen bei starkem Wind meiden, Absperrungen und Hinweise der Gemeinde ernst nehmen. Sturm sieht von der Düne aus spektakulär aus, aber der beste Platz dafür ist der geschützte, nicht der spektakulärste – und ein Fensterplatz im Café mit Blick auf die Brandung ist kein Trostpreis, sondern oft der schönste Teil des Tages.








