Der Wald riecht Ende August anders als noch vor zwei Wochen. Nach der ersten kühlen Nacht liegt Feuchtigkeit im Moos, und wer langsam geht und öfter nach unten schaut als nach vorn, findet plötzlich diesen einen hellen Punkt zwischen den Nadeln. Für mich ist das Pilzesammeln weniger Ernte als Entschleunigung: eine Stunde, in der man nichts erledigt, sondern nur schaut.
Was danach in der Küche passiert, entscheidet allerdings darüber, ob der Ausflug schmeckt oder in einer grauen Pfanne endet. Pilze verzeihen wenig – zu viel Wasser, zu wenig Hitze, zu viel auf einmal, und aus dem duftenden Fund wird ein trauriges Kochgemüse.
Der Korb, das Messer und die eine eiserne Regel
Die Ausrüstung ist unspektakulär: ein luftiger Korb statt Plastiktüte, damit die Pilze nicht schwitzen, ein kleines Messer, ein Pinsel oder ein Tuch, feste Schuhe. Pilze werden vorsichtig gedreht oder am Boden abgeschnitten und gleich im Wald grob geputzt – Erde, Nadeln, Moos bleiben da, wo sie hingehören.
Und dann gilt die Regel, an der es nichts zu rütteln gibt: In den Korb kommt nur, was du zweifelsfrei kennst. Nicht „sieht aus wie










