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Tomatensaison: An diesen Zeichen erkennst du die beste Frucht

Nyul Debóra7 Min. Lesezeit
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Tomatensaison: An diesen Zeichen erkennst du die beste Frucht — Lebensstil
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Es gibt diese eine Tomate, die du einfach nur aufschneidest, leicht salzt und mit ein paar Tropfen Olivenöl beträufelst – und schon schmeckst du den Sommer. Kein Rezept nötig, denn sie ist für sich allein so aromatisch, dass jedes Zuviel schade wäre.

Die Sommertomate ist ein völlig anderes Erlebnis als das, was wir den Rest des Jahres gewohnt sind. Jetzt liegen auf den Märkten und in den Gärten fleischige, saftige, kleine, gelbe, rote und außergewöhnlich gefärbte Sorten nebeneinander. Diese wenigen Wochen solltest du wirklich auskosten, denn nur jetzt hat die frische, aromatische Tomate echte Saison.

Aber woran erkennt man die gute? Welche Sorte eignet sich wofür? Und wie bewahrst du ihren Geschmack zu Hause möglichst lange?

Es ist nicht egal, welche Tomate du wählst

Zwischen den Tomatensorten liegen große Unterschiede in Geschmack und Konsistenz. Deshalb lohnt es sich, schon beim Einkauf zu überlegen, was du daraus zaubern willst.

Cocktail- und Kirschtomaten: klein, süß und vielseitig

Die kleinen Tomaten sind meist süßer und dank ihrer Größe eine besonders gute Wahl für Salate, Sandwiches – oder einfach zum Naschen zwischendurch.

Wenn du beim Abendessen keine Lust auf Aufwand hast, ist eine Schale Cocktailtomaten mit ein paar Scheiben frischem Brot, etwas Käse und Kräutern schon eine wunderbare Wahl.

Die mittelgroße Rispentomate ist ein Allrounder

Die mittelgroße, runde Tomate ist ideal, wenn du eine einzige Sorte für viele Gerichte verwenden möchtest. Sie macht sich im Salat, im Sandwich und beim Kochen gleichermaßen gut.

Die Eiertomate ist vor allem etwas für gekochte Gerichte

An ihrer länglichen Form ist sie leicht zu erkennen. Sie ist fleischiger und funktioniert in vielen Gerichten besonders gut – deshalb ist sie die richtige Wahl für Tomatensoße, Suppe, Ragout oder Ofengerichte.

Fleischtomaten kommen in Scheiben am besten zur Geltung

Große, fleischige, saftige Tomaten, aus denen sich schöne, dicke Scheiben schneiden lassen. Perfekt für Sandwiches, Burger oder einen einfachen Tomatensalat.

Bei alten Sorten sollte dich das Äußere nicht täuschen

Unter den sogenannten alten Sorten – oft „Heirloom“ genannt – findest du viele unregelmäßig geformte Exemplare. Sie können gelb, orange, grünlich, rosa oder von tieferer Farbe sein.

Es macht nichts, wenn sie nicht perfekt rund sind – bei dieser Tomate zählt die gleichmäßige Form ohnehin nicht. Achte beim Kauf lieber darauf, dass sie frisch, gesund und reif wirkt.

Vier Dinge, die du beim Einkauf prüfen solltest

Du musst nicht die ganze Kiste durchdrücken, um eine gute Tomate zu finden. Mit ein paar einfachen Handgriffen erfährst du schon viel über sie.

1. Nimm sie in die Hand

Eine gute Tomate fühlt sich im Verhältnis zu ihrer Größe schwer an. Das deutet meist auf viel Saft hin.

Fass sie sanft an: Sie sollte fest sein, aber nicht steinhart. Ist sie zu weich und hinterlässt dein Finger einen Abdruck, ist sie vermutlich schon überreif.

2. Rieche am Stielansatz

Das verrät überraschend viel. Eine reife Tomate hat einen charakteristischen, frischen, leicht süßlichen Duft.

Riechst du fast nichts, wird auch der Geschmack wahrscheinlich nicht besonders intensiv sein.

3. Schau dir die Haut an

Die Haut einer frischen Tomate sollte unversehrt und kräftig gefärbt sein. Größere Druckstellen, tiefe Risse, schrumpelige Partien oder seltsame Verfärbungen versprechen nichts Gutes.

Natürlich musst du eine besondere, unregelmäßig geformte Tomate nicht sofort zurücklegen. Eine natürliche Form ist kein Fehler.

4. Trau dich zu experimentieren

Wenn du bisher immer zur selben roten Tomate gegriffen hast, probier dieses Jahr eine andere Sorte. Farbe und Sorte beeinflussen den Geschmack – und gut möglich, dass eine gelbe oder orange Variante dein neuer Favorit wird.

Leg die Tomate nicht automatisch in den Kühlschrank

Das ist eine der wichtigsten Regeln, wenn du ihren frischen Geschmack bewahren willst.

Ganze Tomaten mögen in der Regel Zimmertemperatur, deshalb bewahrst du sie am besten auf der Küchenablage oder an einem anderen, vor Sonnenlicht geschützten Ort auf. Eine zu kalte Umgebung kann Konsistenz und Aroma verderben.

Ist sie einmal aufgeschnitten, gehört sie natürlich in den Kühlschrank – und sollte möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht werden.

Ist die gekaufte Tomate noch hart und unreif, warte nicht im Kühlschrank darauf, dass sie weich wird. Lass sie bei Zimmertemperatur nachreifen. Und wenn es schneller gehen soll, leg sie in eine Papiertüte neben eine Banane.

Für die besten Tomaten brauchst du kein kompliziertes Rezept

Im Sommer sollte man die Tomate nicht überkomplizieren: frisch und mit wenigen einfachen Zutaten ist sie schon fantastisch.

Schneide eine reife, fleischige Tomate auf, bestreue sie mit etwas Salz, gib ein paar Tropfen Olivenöl darüber – fertig ist eine der einfachsten Sommervorspeisen.

Hast du frisches Basilikum und eine Scheibe knuspriges Brot zu Hause, kannst du gleich weiterdenken. Genauso gut funktioniert es mit Feta, Mozzarella, einem milden Käse oder auch nur etwas frisch gemahlenem Pfeffer.

Eine gute Tomate braucht nicht viel: Ein paar einfache Zutaten genügen, damit ihr Geschmack wirklich zur Geltung kommt.

Im Salat sollte sie den Ton angeben

Auch den Tomatensalat musst du nicht überkomplizieren. Mit mehreren Tomatensorten wird er allerdings spannender: Zu den großen, fleischigen Scheiben passen ein paar süße Cocktailtomaten wunderbar.

Dazu passen rote Zwiebeln, Gurke, frisches Basilikum oder andere Kräuter. Für das Dressing reichen oft Olivenöl, etwas Essig oder Zitronensaft, Salz und frisch gemahlener Pfeffer.

Lass den Salat ein paar Minuten ziehen – aus dem Tomatensaft und dem Dressing entsteht ganz von selbst eine köstliche Sauce.

Zum Kochen greifst du zu den fleischigeren Exemplaren

Wenn du Sauce, Tomatensuppe oder Letscho zubereitest, kommt es nicht mehr unbedingt darauf an, dass die Tomate perfekt knackig ist.

Die fleischigeren Sorten sind dann oft praktischer. Durch die Hitze werden sie weich, und ihr Geschmack wird konzentrierter. Du kannst die Tomaten auch im Ofen backen: mit etwas Olivenöl, Knoblauch und Kräutern bekommen sie einen ganz anderen Charakter.

Die sehr reifen Exemplare solltest du nicht tagelang auf der Küchenablage liegen lassen. Wenn du sie nicht mehr frisch essen magst, mach daraus Sauce, Suppe oder Letscho.

Jetzt ist die Zeit, in der sie mehr als nur Beilage sein darf

Das Beste an der Tomatensaison ist, dass es keinen besonderen Anlass braucht, um sie zu genießen. Morgens ins Sandwich, mittags in den Salat, nachmittags auf den Toast – und abends wird daraus Letscho, Sauce oder eine Ofenbeilage.

Wichtig ist, nicht nur darauf zu schauen, wie schön die Tomate aussieht, sondern auch, wofür du sie verwenden möchtest. Die großen, fleischigen Stücke lassen sich hervorragend in Scheiben schneiden, die kleinen sind süße Häppchen, die Eiertomate hält das Kochen gut aus – und die besonderen alten Sorten machen selbst einen einfachen Salat festlicher.

Und wenn du wirklich gute, duftende, sonnengereifte Exemplare findest, versteck sie nicht zwischen zu vielen Zutaten. Manchmal zeigen etwas Salz, ein paar Tropfen Olivenöl und eine Scheibe frisches Brot am besten, warum wir das ganze Jahr auf die Tomatensaison warten.

Sollte man Tomaten im Kühlschrank aufbewahren?

Ganze Tomaten fühlen sich bei Zimmertemperatur am wohlsten, etwa auf der Küchenablage und vor Sonnenlicht geschützt. Erst aufgeschnittene Tomaten gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht werden.

Woran erkenne ich eine reife, aromatische Tomate?

Eine gute Tomate fühlt sich im Verhältnis zu ihrer Größe schwer an, ist fest, aber nicht steinhart, und duftet am Stielansatz frisch und leicht süßlich. Die Haut sollte unversehrt und kräftig gefärbt sein.

Welche Tomatensorte eignet sich zum Kochen?

Für Sauce, Suppe oder Letscho sind die fleischigeren Sorten wie die Eiertomate praktischer. Durch Hitze werden sie weich und ihr Geschmack konzentrierter.

Wie lasse ich unreife Tomaten nachreifen?

Lass harte, unreife Tomaten bei Zimmertemperatur weiterreifen – nicht im Kühlschrank. Soll es schneller gehen, legst du sie in eine Papiertüte neben eine Banane.

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