Es gibt diese eine Woche im Herbst, in der alle gleichzeitig merken, dass die schöne Wollmantel-Fantasie an Regentagen nicht funktioniert. Dann wird schnell irgendetwas Wasserdichtes gekauft, meistens in Dunkelblau, meistens in einer Form, die alles Schöne darunter platt macht. Dabei ist die Regenjacke das Kleidungsstück, das im Herbst am häufigsten getragen wird – sie verdient dieselbe Aufmerksamkeit wie ein Mantel.
Die Details, die über Trockenbleiben entscheiden
Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht. Der entscheidende Punkt sind die Nähte: Wo genäht wurde, sind Löcher im Stoff. Gute Jacken haben deshalb verschweißte oder mit Band abgeklebte Nähte – auf der Innenseite sichtbar als schmale, glatte Streifen. Fehlen die, bleibt der Stoff vielleicht dicht, aber du wirst an den Schultern trotzdem nass.
Zweitens der Reißverschluss. Ein offener Zipper vorne ist eine Wasserrinne. Entweder ist er wasserabweisend beschichtet oder er liegt unter einer Blende mit Druckknöpfen. Drittens die Kapuze: Sie sollte verstellbar sein, am Rand steif genug, um nicht ins Gesicht zu klappen, und im besten Fall einen kleinen Schirm haben. Eine Kapuze, die bei Wind wegfliegt, ist Dekoration. Viertens die Abschlüsse: Ärmelbündchen mit Klett oder elastischem Zug halten Regen draußen, wenn du den Arm hebst – etwa beim Schirmlosen-Fahrradfahren oder beim Schlüsselsuchen.
Und dann ist da die Atmungsaktivität, die meistens unterschätzt wird. Eine Jacke, die komplett dicht ist, aber keine Feuchtigkeit nach außen lässt, macht dich von innen nass. Unterarmbelüftung mit kleinen Reißverschlüssen ist bei alltagstauglichen Modellen selten, aber ein echter Komfortgewinn, wenn du viel unterwegs bist.






