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So habe ich mein Frühstück neu gestaltet – und es beeinflusst meinen ganzen Tag

Deborah Keller4 Min. Lesezeit
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So habe ich mein Frühstück neu gestaltet – und es beeinflusst meinen ganzen Tag — Gesundheit
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Frühstück war schon immer ein wichtiger Teil meines Tages. Früher aß ich oft einfach irgendetwas, heute achte ich bewusst darauf, was auf meinen Teller kommt und wie ich esse. Bewusster zu frühstücken wirkt sich nicht nur auf meine Ernährung aus, sondern auch auf meine Beziehung zu mir selbst.

Meine Lebensmittel wurden zu meinem Kompass

Vor einigen Jahren stellte sich heraus, dass ich gluten- und milchempfindlich bin und auch Eiklar sowie einige andere Zutaten meiden muss. Das wirkte zunächst wie eine große Herausforderung, doch mit der Zeit erkannte ich, dass es mir die Chance gab, meine Einstellung zum Essen und zu mir selbst neu zu definieren.

Ich begann, besser auf die Signale meines Körpers zu hören. Ich lernte nicht nur, was ich nicht essen darf, sondern auch, was meinem Wohlbefinden wirklich guttut. Dabei half mir sehr, dass ich als Journalistin immer mehr mit Ernährungsexpert:innen zusammenarbeitete und viel dazulernte.

Frühstück als erster Schritt zur Selbstfürsorge

Frühstück war schon immer eine meiner wichtigsten Mahlzeiten, doch erst in den letzten Jahren habe ich es anders betrachtet. Heute ist es für mich nicht nur Routine, sondern eine Gelegenheit, schon morgens gut für mich zu sorgen.

Meinen Tag starte ich inzwischen mit einem großen Glas Wasser – meist pur, manchmal mit etwas frisch gepresstem Zitronensaft. So signalisiere ich meinem Körper: Der Tag beginnt, nach einer kleinen inneren Reinigung folgt das Frühstück. Kaffee oder Tee trinke ich erst danach, denn ich weiß und spüre, dass mein leerer Magen so weniger belastet wird.

Es ist mir wichtig, wie ich frühstücke. Ich versuche, eine Atmosphäre zu schaffen, in der ich kurz innehalten und zur Ruhe kommen kann. Das gelingt nicht immer, aber wenn ja, achte ich besonders darauf, entspannt und bewusst zu essen. Diese wenigen Minuten prägen oft die Stimmung meines ganzen Tages.

Bewusste Frühstücke trotz Einschränkungen

Wegen des Verzichts auf Gluten, Milch und Eiklar musste ich neue Frühstücksgewohnheiten entwickeln. Anfangs war das schwer, heute macht es mir Freude zu experimentieren: Ich suche ständig nach Speisen, die nicht nur zu meiner Diät passen, sondern mich auch wirklich nähren.

Ich orientiere mich an den Prinzipien des Ungarischen Verbandes der Diätassistent:innen und ihrem Smart Plate (kein Werbelink) – ich achte darauf, dass mein Frühstück komplexe Kohlenhydrate, Proteine, Gemüse oder Obst enthält und möglichst wenig verarbeitete Zutaten.

Eine schnelle und trotzdem sättigende Option: Sojajoghurt ohne Zuckerzusatz mit Granola, frischen oder gefrorenen Früchten und Nüssen.

Oder eine meiner liebsten herzhaften Varianten: hausgemachtes glutenfreies Toast mit Hummus, viel frischem Gemüse und, wenn vorhanden, mit Microgreens bestreut. Diese machen das Essen nicht nur optisch schöner, sondern stecken auch voller wertvoller Nährstoffe.

Blick von oben auf zwei getoastete Brotscheiben mit Hummus, Pinienkernen und Cherrytomaten

Es muss nicht immer perfekt sein

Ich finde es wichtig zu sagen: Nicht jeder Morgen läuft ideal. Es gibt Tage, an denen ich keine Energie, Lust oder Zeit habe, ein aufwendiges Frühstück zuzubereiten, und dann gibt es eben nur eine Scheibe Toast oder ein paar Kekse. Früher fühlte ich mich deswegen schlecht – heute weiß ich, dass Balance nicht bedeutet, perfekt zu sein, sondern langfristig gesunde Gewohnheiten zu entwickeln.

Ich habe immer Zutaten zu Hause, mit denen ich schnell eine gesündere Alternative zaubern kann. Ein wichtiger Schritt für mich ist, beim Einkaufen bewusst zu wählen: Ich lese die Etiketten und achte auch auf „versteckte Zutaten“.

Frühstück kann auch Selbstfürsorge sein

Viele unterschätzen das Frühstück, dabei ist es ein täglicher Moment, um sich daran zu erinnern, wie einfach Selbstfürsorge sein kann. Wir kümmern uns um uns selbst, indem wir wirklich nährstoffreiche Speisen wählen und in einer ruhigen Umgebung essen – und uns morgens ein paar Minuten Zeit nehmen.

Wenn du etwas verändern möchtest, musst du nicht gleich Großes planen. Allein ein großes Glas Wasser zum Start, ein bewusster Frühstückswahl und ein ruhiges Sitzen können schon viel bewirken. Diese kleine Aufmerksamkeit kann Tag für Tag deine Verbindung zu dir selbst stärken.

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