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Warum ich meine liebsten Winterfilme immer wieder schaue – und was ich dabei gelernt habe

Deborah Keller4 Min. Lesezeit
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Warum ich meine liebsten Winterfilme immer wieder schaue – und was ich dabei gelernt habe — Lebensstil
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Im Winter liegt etwas ganz Besonderes in der Luft. Nicht nur wegen der verschneiten Straßen, der frühen Dunkelheit oder der dicken Pullover, sondern auch, weil die Zeit scheinbar langsamer vergeht. Die Kälte zieht uns ganz natürlich nach innen: zum Einkuscheln, zu heißen Getränken und dazu, uns von einem guten Film mitreißen zu lassen. Im Februar, wenn die Feiertage vorbei sind, der Frühling aber noch auf sich warten lässt, tut diese gemütliche Auszeit besonders gut.

Vom Zauber des Neuen bis zur Rückkehr

In den letzten Jahren habe ich es fast zur Gewohnheit gemacht, im Winter immer einen neuen Film auszuwählen. Einen, den ich noch nie gesehen hatte, den man „nachholen sollte“ oder über den gerade alle sprechen. Ausnahmen waren nur die ewigen Weihnachtsklassiker – Filme, die ich jederzeit und beliebig oft anschauen kann, ohne sie zu langweilen. Ja, ich gebe zu, die ersten beiden Teile von "Kevin – Allein zu Haus" gehören für mich auch dazu.

In den letzten Monaten hat sich jedoch etwas verändert. Ich habe mehrere Winterfilme erneut gesehen, die ich zuvor höchstens einmal gesehen hatte und deren Details ich kaum noch kannte. Ohne Erwartungen, nur mit Neugier: Woran erinnere ich mich nicht? Was wirkt jetzt anders?

Nostalgie ist nicht nur Erinnerung, sondern auch Entdeckung

Das Wiedersehen hat eine ganz eigene, nostalgische Atmosphäre. Es ist zugleich vertraut und aufregend. Es tut gut, zu einer bereits gesehenen Geschichte zurückzukehren und dabei kleine Details zu entdecken, die uns zuvor entgangen sind. Ein halber Satz, ein Blick, eine Entscheidung – plötzlich bekommt eine Szene eine ganz neue Bedeutung.

Außerdem verändern wir uns selbst. Was vor ein paar Jahren noch leichte Unterhaltung war, kann jetzt tiefere Gedanken in uns anstoßen. Wir befinden uns in einer anderen Lebensphase, mit anderen Erfahrungen und einer anderen Sensibilität – und das spürt man auch beim Filmschauen.

Wenn ein Weihnachtsfilm mehr sagt, als man denkt

„Holiday“ ist dafür ein gutes Beispiel. Obwohl er als typischer Weihnachtsfilm gilt, habe ich ihn erst vor ein paar Jahren zum ersten Mal gesehen und damals eher als angenehme, romantische Weihnachtsgeschichte wahrgenommen. Ich habe nicht viel darüber nachgedacht, es ging einfach um Entspannung.

Vor ein paar Wochen, beim zweiten Anschauen, wirkte er ganz anders. Ich konnte ehrlich mit Amanda und Iris mitfiebern: wie sie endlich den toxischen Beziehungsmustern den Rücken kehren, ihren eigenen Wert erkennen und sich mit Respekt, Wertschätzung und echter Aufmerksamkeit nicht zufrieden geben. Was zunächst nur eine romantische Handlung war, wurde so zu einer Geschichte über Selbstfindung.

Leichte Romantik mit überraschenden Gedanken

Ein ähnliches Erlebnis bot mir auch „Ein Prinz zu Weihnachten“. Dieser Film – und alle drei Teile – sind typische romantische Komödien, die man nicht zu sehr analysieren möchte. Trotzdem fielen mir beim erneuten Anschauen nachdenkliche Momente auf, die von Identität, der Freiheit der Wahl oder dem Finden der eigenen Stimme handeln. Und das alles, ohne den Spaß zu verlieren, sodass er uns selbst gegen Ende des Winters noch ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Das gilt auch für den ersten Teil von „Tauschgeschäfte zu Weihnachten“: leicht, verspielt und doch mit einer beruhigenden Ordnung, die beim Wiedersehen besonders wohltuend ist.

Was diese Filme mich gelehrt haben

Vielleicht, dass es okay ist, zurückzukehren. Es tut gut, einen Film nochmal zu sehen, neu zu reflektieren, neu zu fühlen. Es kann eine Form von Selbstreflexion sein. Der Film bleibt derselbe – wir verändern uns. Und diese Veränderung zeigt sich darin, was wir wahrnehmen, was uns berührt und was wir nicht mehr einfach so hinnehmen.

Im Februar, wenn das Jahr noch in Bewegung ist, können solche Rückblicke besonders viel schenken: ein bisschen Entschleunigung, ein bisschen Nachinnenhorchen und das Gefühl, dass es okay ist, an einem Ort innezuhalten, den man schon kennt – denn vielleicht sehen wir jetzt erst richtig, warum er so wichtig war.

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