Manche Muttermale bemerken wir jahrelang nicht – bis sie plötzlich auf einem Urlaubsfoto auftauchen oder wir sie zufällig im Spiegel entdecken, aus einem seltsamen Winkel betrachtet. Doch nach altem Volksglauben und spiritueller Überlieferung ist es keineswegs egal, wo sich dieser kleine braune Punkt auf unserer Haut versteckt.
Eines vorweg: Diese Deutung hat keinerlei medizinische Bedeutung. Sie ist einfach eine alte, weit verbreitete spirituelle Vorstellung davon, dass der Weg unserer Seele nicht mit einem einzigen Leben endet – und dass der Körper manchmal eine Spur von dem trägt, was wir früher erlebt haben.
Wenn du dich gerne von solchen Ideen verzaubern lässt oder einfach gern darüber nachdenkst, woher wir kommen könnten, dann schauen wir uns an, was die drei bedeutsamsten Stellen verraten sollen.
1. Am inneren Handgelenk und an der Handinnenseite
Findest du ein Muttermal an der Innenseite deines Handgelenks oder nahe der Handfläche, deutet der Glaube darauf hin, dass du in einem früheren Leben schöpferische Handarbeit verrichtet hast. Vielleicht warst du Handwerker, Heiler oder jemand, der mit seiner Berührung die Sorgen anderer linderte.
Viele glauben, dass ein Mal an dieser Stelle vor allem bei Menschen auftaucht, die auch heute besonders geschickt mit ihren Händen sind – und die eine unerklärliche Anziehung zu alten Handwerken wie Töpfern oder Sticken verspüren, ohne es je gelernt zu haben.
2. Am Hals oder im Nacken
Der Hals und der Nacken gelten als besondere Punkte, weil spirituelle Traditionen diese Körperstelle häufig mit Schicksal und Bestimmung verbinden. Ein Muttermal an dieser Stelle soll die Erinnerung an ein gewaltsam oder plötzlich beendetes früheres Leben in sich tragen.
Genau deshalb, so heißt es, empfinden manche Menschen eine unerklärliche Beklemmung, wenn jemand ihren Nacken von hinten berührt – oder wenn sie ein hochgeschlossenes Kleidungsstück tragen müssen.
Natürlich kann eine solche Empfindlichkeit viele Ursachen haben. Und doch beruhigt die spirituelle Lesart viele Menschen, weil sie eine Erklärung für eine bis dahin unverständliche Angst oder ein starkes Gefühl liefert.
3. Zwischen den Schulterblättern, im oberen Rücken
Der dritte Ort, an dem man nach Hinweisen auf ein früheres Leben sucht, ist der Bereich zwischen den Schulterblättern. Dem Glauben nach befanden sich hier einst die Flügel – und wer hier ein Muttermal trägt, hatte in einem früheren Leben eine beschützende, fürsorgliche Rolle inne, sei es im wörtlichen oder im übertragenen Sinn.
Über Menschen mit diesem Mal sagt man oft, dass sie auch heute instinktiv die Lasten anderer auf sich nehmen und nur schwer Nein sagen können, wenn jemand Hilfe braucht.
All das kann man natürlich schmunzelnd bei einer Tasse Tee lesen – oder abends nachdenklich, wenn man vor dem Spiegel steht und die eigene Haut betrachtet. Manche erkennen sich sofort in diesen Beschreibungen wieder, andere winken lächelnd ab und sehen darin nur eine hübsche Geschichte.
Eines aber tut unsere Haut tatsächlich: Sie erinnert uns – vielleicht nicht daran, wer wir einmal waren, aber zumindest daran, dass es sich lohnt, manchmal mehr über den eigenen Körper zu erfahren, als der erste Blick in den Spiegel verrät.
Hat die Deutung von Muttermalen eine medizinische Bedeutung?
Nein. Wie im Artikel betont, handelt es sich um eine alte, spirituelle Vorstellung ohne jeden medizinischen Wert. Sie ist als spielerische, nachdenkliche Betrachtung gedacht, nicht als Diagnose.
Woher stammt der Glaube, dass Muttermale aus früheren Leben stammen?
Die Idee geht auf weit verbreitete spirituelle Überlieferungen zurück, nach denen der Weg der Seele nicht mit einem einzigen Leben endet und der Körper manchmal eine Spur früherer Erfahrungen trägt.
Was bedeutet ein Muttermal am inneren Handgelenk?
Dem Glauben nach deutet es auf ein früheres Leben mit schöpferischer Handarbeit hin – etwa als Handwerker oder Heiler. Menschen mit diesem Mal sollen auch heute besonders geschickt mit den Händen sein.
Warum gilt ein Muttermal am Hals als besonders?
Weil Hals und Nacken in spirituellen Traditionen mit Schicksal und Bestimmung verbunden werden. Ein Mal an dieser Stelle soll die Erinnerung an ein plötzlich beendetes früheres Leben in sich tragen.











