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Beschlagene Fenster im Winter: Diese einfachen Mittel helfen wirklich

Váradi Petra4 Min. Lesezeit
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Beschlagene Fenster im Winter: Diese einfachen Mittel helfen wirklich — Haushalt
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Morgens ein feuchter Schleier auf der Fensterscheibe, auf dem Fenstersims kleine Wasserlachen – kennt ihr das? Besonders in den kühlen Monaten schlägt sich die Feuchtigkeit aus der Raumluft auf den kalten Glasscheiben nieder. Bevor ihr ein teures Entfeuchtungsgerät kauft, lohnt es sich, ein paar einfache Maßnahmen auszuprobieren, mit denen sich die Kondensation deutlich reduzieren und Schimmelbildung vorbeugen lässt.

Besonders betroffen ist während der Heizsaison das Schlafzimmer: Nachts bleibt das Fenster geschlossen, während die Atemluft kontinuierlich Feuchtigkeit abgibt. Kochen, Duschen und das Trocknen von Wäsche in der Wohnung erhöhen die Luftfeuchtigkeit zusätzlich. Wenn warme, feuchte Luft auf die kalte Fensterscheibe trifft, entsteht Kondensation. Sammelt sich die Feuchtigkeit regelmäßig am Fensterrahmen und auf dem Sims, steigt mit der Zeit das Schimmelrisiko erheblich.

Hilft ein Teller mit Salz wirklich gegen Kondenswasser?

Im Internet wird Kochsalz häufig als Hausmittel gegen Feuchtigkeit empfohlen, da es unter bestimmten Bedingungen tatsächlich Wasser aus der Luft aufnehmen kann. Allerdings beginnt normales Speisesalz erst ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von rund 75 Prozent, nennenswert Feuchtigkeit zu absorbieren und zu zerfließen – von einer kleinen Schale Salz auf der Fensterbank ist in einem durchschnittlichen Zimmer also keine spürbare Entfeuchtungswirkung zu erwarten.

Wer es trotzdem ausprobieren möchte: Eine kleine Schale mit Salz neben dem Fenster schadet nicht, sollte aber nicht als echte Lösung betrachtet werden. Und ob das Salz klumpt oder feucht wird, sagt noch nichts darüber aus, ob sich die Luftfeuchtigkeit im Raum tatsächlich spürbar verringert hat.

Diese Maßnahmen senken die Luftfeuchtigkeit wirklich

Für dauerhaften Erfolg muss vor allem die Feuchtigkeit in der Wohnung selbst reduziert werden. Zum Glück helfen dabei schon ein paar einfache Gewohnheiten:

  • Kurz, aber gründlich lüften! Öffnet morgens für einige Minuten die Fenster, damit die feuchte Innenluft entweichen kann. In Bad und Küche unbedingt den Ventilator nutzen, falls vorhanden.
  • Keine Wäsche im Schlafzimmer trocknen! Nasse Textilien geben erhebliche Mengen Feuchtigkeit an die Raumluft ab.
  • Fensterscheiben abtrocknen! Wenn sich morgens Wassertropfen auf dem Glas oder dem Sims sammeln, sofort entfernen – damit bleibt die Feuchtigkeit nicht dauerhaft auf den Oberflächen.
  • Luftfeuchtigkeit messen! Mit einem einfachen Hygrometer lässt sich feststellen, ob die Luft tatsächlich zu feucht ist. Als Richtwert gilt eine relative Luftfeuchtigkeit von 40–50 %; liegt sie dauerhaft über 60 %, sollte man aktiv gegensteuern.

Auch die Fensterdichtungen prüfen

Wenn sich am Fenster regelmäßig Kondenswasser bildet oder ihr am Rahmen einen Kältezug spürt, lohnt es sich, den Zustand der Dichtungen zu überprüfen. Veraltete, gerissene oder fehlende Dichtungen verschlechtern die Wärmedämmung des Fensters – auf den kälteren Innenflächen schlägt sich die Feuchtigkeit dann noch leichter nieder.

Wenn ihr am Fensterflügel einen Zugluftspalt spürt, kann ein selbstklebendes E-Profil-Dichtungsband Abhilfe schaffen: Einfach auf den Rahmen aufkleben, um die durchströmende Luft zu reduzieren.

Achtet vor dem Kauf auf den richtigen Spaltmaß und wählt eine Dichtung, die zum Fenstertyp passt – ein zu dickes Band kann das saubere Schließen des Fensters behindern. Wichtig: Die Dichtung ersetzt nicht das Lüften. Ist die Wohnung zu luftdicht, staut sich die Feuchtigkeit trotzdem und führt weiter zu Kondensation.

Wann ist ein Entfeuchter sinnvoll?

Wenn die Fensterscheiben trotz regelmäßigem Lüften jeden Morgen stark nass sind, sollte man prüfen, ob die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung dauerhaft zu hoch ist oder die Innenseite des Fensters zu kalt wird. Ein elektrischer Luftentfeuchter kann bei anhaltend hoher Luftfeuchtigkeit deutlich effektiver sein als alle Hausmittel zusammen.

Dauerhaft wiederkehrende Feuchtigkeit sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen – erst recht nicht, wenn rund um das Fenster bereits dunkle Flecken oder ein muffiger Geruch auftreten. In diesem Fall gilt es, neben der Feuchtigkeit auch mögliche Dämmprobleme am Fenster oder in der Wand zu untersuchen.

Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung sein?

Als optimaler Bereich gilt eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 50 Prozent. Liegt der Wert dauerhaft über 60 Prozent, steigt das Schimmelrisiko deutlich an.

Warum beschlagen die Fenster im Schlafzimmer besonders stark?

Im Schlafzimmer bleibt das Fenster nachts geschlossen, während zwei schlafende Personen kontinuierlich Feuchtigkeit über die Atemluft abgeben. Das reicht aus, um die Luftfeuchtigkeit über Nacht merklich ansteigen zu lassen.

Hilft Salz wirklich gegen Kondenswasser am Fenster?

Normales Speisesalz nimmt erst ab einer Luftfeuchtigkeit von etwa 75 Prozent nennenswert Feuchtigkeit auf. In einem typischen Wohnraum ist von einer Schale Salz keine messbare Wirkung zu erwarten – es ist kein Ersatz für regelmäßiges Lüften.

Wann sollte ich einen Elektriker oder Fachbetrieb hinzuziehen?

Wenn trotz Lüften, Entfeuchten und neuen Dichtungen dunkle Flecken oder Schimmel rund um das Fenster auftreten, sollte ein Fachbetrieb die Wärmedämmung und den Zustand des Mauerwerks überprüfen – das kann auf ein tiefer liegendes Bau- oder Dämmungsproblem hinweisen.

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