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Dieses heiße Getränk hilft, deine geistige Frische zu bewahren – laut neuer Studie

Deborah Keller3 Min. Lesezeit
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Dieses heiße Getränk hilft, deine geistige Frische zu bewahren – laut neuer Studie — Lebensstil
In diesem Artikel

Klarer Geist, lebendige Erinnerungen und geistige Frische sind in jedem Lebensabschnitt wichtig – und wir können viel mehr dafür tun, als wir denken. The Healthy hat kürzlich eine internationale Studie vorgestellt, die zeigt, dass einige gezielt ausgewählte Lebensmittel, darunter ein beliebtes heißes Getränk, das Gehirn nachhaltig unterstützen können.

Die mediterrane Ernährung auf neuem Level: die grün-mediterrane Variante

Die mediterrane Ernährung gilt seit Jahrzehnten als bewährte Formel für ein gesundes Herz, ein langes Leben und ein ausgewogenes Gewicht. Jetzt liefern Harvard-Forscher überzeugende Belege, dass sie auch dem Gehirn guttut – besonders mit einem kleinen „grünen“ Upgrade.

Die im Oktober im Fachjournal Clinical Nutrition veröffentlichte Studie beschreibt die sogenannte „grün-mediterrane Ernährung“, die das Gehirn vor Alterungsprozessen schützen kann. Sie basiert auf der traditionellen mediterranen Kost und ergänzt sie um drei wichtige Elemente:

  • grüner Tee (3–4 Tassen täglich),
  • Walnüsse (etwa 28 Gramm täglich, also rund 7 Walnüsse),
  • und Mankai – eine nährstoffreiche Wasserpflanze, die vor allem in Südostasien beliebt ist.

Überraschende Ergebnisse aus der Studie

Die Forschung wurde von Wissenschaftlern der Harvard T.H. Chan School of Public Health, der Ben-Gurion Universität in Israel und der Universität Leipzig mit rund 300 Teilnehmern durchgeführt. Die Daten stammen aus einem langfristigen Gehirnforschungsprogramm, das Ernährung und Gehirnveränderungen untersucht.

Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt:

  • eine Gruppe mit allgemein gesunder Ernährung,
  • eine Gruppe mit traditioneller, kalorienreduzierter mediterraner Ernährung,
  • und eine Gruppe mit der grün-mediterranen Ernährung.

Die Forscher nutzten MRT-Scans, um die „Alterung“ des Gehirns zu erfassen, und Bluttests, um die Werte zweier Proteine – Galectin-9 (Gal-9) und Decorin (DCN) – zu messen. Höhere Werte dieser Proteine standen im Zusammenhang mit schnellerer Gehirnalterung. Bei der grün-mediterranen Gruppe waren diese Werte niedriger, was auf die entzündungshemmende Wirkung der Ernährung zurückzuführen ist.

Expertenmeinung: Ernährung formt die Zukunft des Gehirns

„Diese Studie bietet dynamische Einblicke in die Gehirngesundheit und ermöglicht es uns, biologische Veränderungen zu erkennen, noch bevor Symptome auftreten“, erklärt Anat Meir, PhD, MPH, Postdoktorandin an der Harvard Universität und Mitautorin der Studie.

„Durch die Analyse der Protein-Signale gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Interventionen wie Ernährung helfen können, kognitive Funktionen im Alter zu erhalten.“

Was ist Mankai und wie passt es in die deutsche Ernährung?

Mankai ist eine Wasserlinse, eine der kleinsten blühenden Pflanzen der Welt. Sie ist reich an Protein, Eisen, Vitamin B12 und Antioxidantien. In Deutschland ist sie noch wenig bekannt, aber als Nahrungsergänzung oder gefrorenes Pulver in einigen Bio-Läden und Onlineshops erhältlich. Wenn du Mankai nicht findest, kannst du es durch andere grüne Superfoods wie Spirulina oder Chlorella ersetzen – ebenfalls tolle Antioxidantienquellen.

Grüner Tee ist mehr als nur ein Trend

Grüner Tee erlebt seit einigen Jahren ein Comeback – und das aus gutem Grund: Er enthält Flavonoide und Polyphenole, die Entzündungen reduzieren und Nervenzellen schützen können. Laut Studie wirken schon 3–4 Tassen täglich spürbar auf die Gehirngesundheit.

Tipp: Wähle japanischen grünen Tee (z. B. Sencha oder Matcha), da er besonders viele Wirkstoffe enthält.

Gehirngesundheit hängt nicht nur von der Ernährung ab

Obwohl die Ernährung großen Einfluss auf die Gehirnfunktion hat, betonen Experten auch andere wichtige Lebensstilfaktoren. Die Empfehlungen des US National Institutes of Health (NIH) für umfassenden Schutz sind:

  • regelmäßige Bewegung (mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche),
  • qualitativ hochwertiger Schlaf (7–8 Stunden pro Nacht),
  • Stressmanagement und Förderung der psychischen Gesundheit,
  • geistige Herausforderungen suchen (z. B. Lernen, Lesen, Spiele),
  • soziale Kontakte pflegen.

Du kannst klein anfangen

Du musst deine Ernährung nicht sofort radikal umstellen – schon eine Tasse grüner Tee, ein paar Walnüsse oder ein grüner Smoothie täglich können positive Veränderungen bewirken. Wenn du bewusst auf deine Ernährung und Lebensweise achtest, wird dein Gehirn es dir wahrscheinlich noch Jahre später danken.

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