Bald sagst du Ja – und plötzlich steht die vielleicht schönste, aber auch schwierigste Entscheidung an: das perfekte Brautkleid. Bei der riesigen Auswahl kann einem schnell schwindelig werden.
Doch die Suche wird viel leichter, wenn du dir vorher drei Fragen beantwortest: Welcher Schnitt passt zu deiner Figur? Wie erkennst du überhaupt deinen Figurtyp? Und – das Wichtigste – in welchem Kleid fühlst du dich am schönsten?
Genau dabei wollen wir dir helfen.
Bereite dich gut auf die Anproben vor
Bevor du zur ersten Anprobe gehst, miss dich einmal in Ruhe aus und notiere dir deine Maße auf einem Zettel. Brautkleider fallen bei den Größen oft etwas anders aus als normale Kleidung – mit deinen genauen Maßen findest du im Geschäft schneller die Modelle, die wirklich infrage kommen.
Der Sommer ist Hochhochzeit-Saison: An einem einzigen Wochenende finden manchmal gleich mehrere Feiern statt. Wenn du früh genug mit der Suche beginnst, findest du garantiert ein Kleid, das an deinem Wunschtermin verfügbar ist und das du reservieren kannst.
Für jeden Figurtyp gibt es unzählige Brautkleid-Stile – meistens braucht es aber noch ein paar Änderungen, damit alles perfekt sitzt. In manchen Brautmoden kostet das Ändern extra, in anderen ist es bereits im Preis enthalten. Frag am besten direkt nach.
Das richtige Kleid betont deine schönsten Seiten
Bevor du dich für einen bestimmten Stil begeisterst, solltest du zuerst deinen Figurtyp bestimmen. Ausschlaggebend sind vor allem Schultern, Brust, Taille, Hüfte und Beine. Natürlich gibt es auch Mischformen – lass dich also nicht verunsichern, wenn du dich in mehreren Typen wiederfindest:
- Birnen-Typ: Hüfte, Po und Oberschenkel sind im Vergleich zum Oberkörper stärker ausgeprägt.
- Rechteck oder Säule: Schultern, Hüfte und Taille sind etwa gleich breit – kein Bereich sticht besonders hervor.
- Sanduhr-Typ: Hüfte und Schultern sind ungefähr gleich breit, die Taille dagegen deutlich schmaler.
- Apfel oder ovaler Typ: Der Fokus liegt in der Körpermitte – Brust, Taille und Bauch sind kräftiger, die Hüfte kann schmaler sein als die Schultern.
- Umgekehrtes Dreieck oder Trichter: Breitere Schultern, größere Brust, dafür schmale Hüfte und schlanke Beine. Der Oberkörper ist markanter als die untere Hälfte.
Welcher Schnitt passt zu welcher Figur?
Wenn du weißt, welchen Figurtyp du hast, kannst du gezielt nach Kleidern suchen, die deine Vorzüge unterstreichen. Manche Schnitte sind für einen bestimmten Typ gemacht, andere schmeicheln gleich mehreren Figuren.
- Ballkleid: Eng anliegendes Oberteil und ein großzügig fallender Rock ab der Taille. Genau so sehen die Prinzessinnenkleider aus den Märchenbüchern unserer Kindheit aus. Viele denken, dieser Schnitt passe nur zu sehr schlanken Frauen – tatsächlich steht er auch Bräuten mit kräftigerem Oberkörper wunderbar.
- Empire: Das Empire-Kleid hat eine erhöhte Taille, der Rock beginnt direkt unter der Brust. Ideal, wenn du den Blick vom Bauch oder der Taille weg und aufs Dekolleté lenken möchtest. Auch schwangere Bräute greifen gern zu diesem Schnitt.
- A-Linie: Ein echter Allrounder, der zu vielen Figuren passt. Die klare Taille streckt optisch den ganzen Körper. Oben eng anliegend, betont sie Taille und Hüfte und wird dann nach unten weiter. Steht Rechteck-, Apfel- und Birnen-Typen gleichermaßen fantastisch.
- Meerjungfrau: Wie der Name verrät, ist dieser Schnitt der Silhouette einer Nixe nachempfunden. Das Kleid liegt oben eng an und wird – wie klassische Modelle – erst am Knie weiter. Eine tolle Wahl für den Sanduhr-Typ.
- Trompete: Ähnlich figurbetont wie die Meerjungfrau, mit einem Unterschied: Der Rock wird nicht erst am Knie, sondern bereits in der Mitte der Oberschenkel weiter. Dieser Schnitt betont die Figur wunderschön und ist der Favorit aller Bräute, die sich in ihrem Körper wohlfühlen und gern viel von sich zeigen möchten.
In welchem Kleid fühlst du dich wirklich schön?
Was auch immer wir hier schreiben und was auch immer die großen Stil-Expertinnen sagen: Am Ende zählt nur eines – wie du dich in deinem Kleid fühlst.
Achte während der Anprobe auf dein Bauchgefühl. Betrachte dich aus verschiedenen Winkeln, mach Fotos von dir. Wenn du auf dein Herz hörst, wirst du auch nach Jahren und Jahrzehnten noch glücklich auf deine Hochzeitsbilder schauen.
Denn das schönste Kleid ist nie das teuerste oder das modernste – sondern das, in dem du dich vom ersten Moment an wie du selbst fühlst.
Woran erkenne ich meinen Figurtyp?
Ausschlaggebend sind vor allem das Verhältnis von Schultern, Brust, Taille, Hüfte und Beinen. Miss dich in Ruhe aus und vergleiche deine Proportionen mit den fünf beschriebenen Typen – Mischformen sind dabei völlig normal.
Welcher Brautkleid-Schnitt passt zu den meisten Figuren?
Die A-Linie gilt als echter Allrounder: Sie streckt optisch den Körper und schmeichelt Rechteck-, Apfel- und Birnen-Typen gleichermaßen.
Wann sollte ich mit der Kleidersuche beginnen?
Am besten so früh wie möglich, gerade bei einer Sommerhochzeit. So findest du sicher ein Kleid, das an deinem Wunschtermin verfügbar ist und rechtzeitig geändert werden kann.
Sind Änderungen im Preis inbegriffen?
Das ist von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich. In manchen Brautmoden kostet das Ändern extra, in anderen ist es bereits im Preis enthalten – frag deshalb am besten direkt nach.











