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Meine Homeoffice-Routine, die mir hilft, ausgeglichen zu bleiben

Deborah Keller4 Min. Lesezeit
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Meine Homeoffice-Routine, die mir hilft, ausgeglichen zu bleiben — Gesundheit
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Ich arbeite seit Jahren von zu Hause aus. Für viele ist das nur bequem, für mich ist es eine Chance: die Möglichkeit, im eigenen Rhythmus und Umfeld zu arbeiten und dabei gut auf mich zu achten.

In meiner aktuellen Lebenssituation funktioniert das Homeoffice für mich am besten, und ich bin dankbar, so arbeiten zu können. Es ist nicht für jeden ideal, doch für mich ist es genau die Balance, nach der ich lange gesucht habe.

Ich habe eine Ecke im Wohnzimmer zu meinem kleinen Arbeitsplatz umgestaltet. Es ist kein separates Arbeitszimmer, aber mein ganz persönlicher Bereich. Diese kleine Ecke ist heute der Treffpunkt von Produktivität und Ruhe – manchmal überrascht es mich, wie viel hier seinen Anfang nimmt.

Vom Dauerarbeiten zu entspannten Alltagstagen

Eine der größten Fallen im Homeoffice war für mich am Anfang das stundenlange Sitzen ohne Pause. Es gab Zeiten, da stand ich stundenlang nicht vom Laptop auf, weil ich dachte: „Nur noch schnell das hier fertig machen...“. Das hat weder meinem Rücken noch meiner Energie gutgetan.

Heute achte ich bewusst darauf, meinen Körper nicht zu vernachlässigen. Ich habe mir einen wirklich guten, bequemen Stuhl ausgesucht und gelernt: Körpersignale sind keine Störungen, sondern Warnungen. Mindestens einmal pro Stunde stehe ich auf, bewege mich, dehne mich oder mache kurz Gymnastik. Manchmal reicht das schon, um wieder fokussiert zu sein.

Nahaufnahme von Frauenhänden mit Geschenken, Kaffeetasse und Laptop. Online-Shopping in der Weihnachtszeit. Freelancerin arbeitet im Homeoffice. Frau tippt auf Notebook. Weihnachtsmomente.

Das Gegenmittel bei kreativen Blockaden: Kaffee, frische Luft, Entschleunigung

Früher habe ich bei einer schwierigen Aufgabe so lange nachgedacht, bis ich irgendwie eine Lösung gefunden hatte. Heute weiß ich: Das ist oft unnötig, wenn ich es auch anders angehen kann.

Ich habe gelernt, Pausen zu machen. Kaffee zubereiten wird für mich zur kleinen Zeremonie: langsam, mit allen Sinnen. Manchmal setze ich mich einfach mit einem Tee auf den Balkon und lasse den Kopf frei. Dabei mache ich nichts „Nützliches“ – oder besser gesagt, ich habe erkannt, dass genau das wichtig ist. Erholung gehört genauso zur Arbeit wie Tippen oder Telefonieren.

Frische Luft schenkt mir immer neue Perspektiven, als würde jemand heimlich meine Gedanken neu starten.

Alleinsein ist nicht gleich Isolation

Das ist wohl eines der größten Missverständnisse zum Homeoffice: Wer von zu Hause arbeitet, isoliert sich zwangsläufig. Natürlich stimmt es, dass Tage vergehen können, an denen ich niemanden persönlich treffe außer meinem Partner. Deshalb ist es umso wichtiger, dem aktiv entgegenzuwirken.

Ich plane bewusst Begegnungen mit der Außenwelt: Alle zwei bis drei Tage gehe ich raus. Ein kurzer Einkauf, eine Stunde im Geschäft stöbern, ein Spaziergang im Park oder eine kleine Wanderung reichen, damit ich mich nicht eingeschlossen fühle. Außerdem besuche ich oft meine Eltern und meine Großmutter – diese Treffen geben mir viel Kraft.

Mit meinen Freunden spreche ich regelmäßig online – nicht nur Nachrichten schreiben, sondern wirklich reden. Ein Videoanruf mit einer alten Freundin kann manchmal mehr Energie schenken als ein ganzer Nachmittag Pause.

Der Preis der Freiheit: Ich musste lernen, meine Zeit gut einzuteilen

Viele beneiden mich darum, dass ich meinen Tag selbst einteile. Doch wenige sehen, wie schwer das sein kann – manchmal sogar schwieriger als ein fester Zeitplan. Freiheit ist verlockend, aber leicht verliert man sich darin.

Ich habe meinen Rhythmus gefunden, indem ich mir jeden Tag ungefähr die gleiche Menge Arbeit vornehme. So gibt es kein „Heute habe ich kaum etwas geschafft, das hole ich morgen nach“ – denn das würde meinen Flow stören. Außerdem gönne ich mir wöchentlich einen kompletten freien Tag, den ich nicht für Deadlines opfere. Das ist eine meiner wichtigsten Regeln, um Burnout zu vermeiden.

Warum funktioniert dieser Lebensstil für mich?

Weil ich gelernt habe, auf mich zu achten. Homeoffice ist kein Zustand, sondern ein System – und ich muss es für mich gut gestalten.

Mein Arbeitsplatz, der bequeme Stuhl, die regelmäßige Bewegung, die Kaffeepausen, die Ausflüge und Familienbesuche, die Gespräche mit Freunden – all das sind kleine Bausteine für die tägliche Balance, die ich heute als selbstverständlich empfinde.

Ich behaupte nicht, dass immer alles perfekt läuft. Aber nach Jahren habe ich endlich den Rhythmus gefunden, in dem ich mich wohlfühle – als Frau, Arbeitnehmerin und einfach als Mensch. Für mich ist das das größte Geschenk des Homeoffice.

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