Das Natron-Alufolie-Bad: wirksam, aber nicht für jeden Ring
Der Klassiker: eine Schüssel mit Alufolie auslegen, Schmuck hineinlegen, mit heißem Wasser und einem gut gehäuften Löffel Natron übergießen. Es zischt leicht, es riecht nach Ei – das ist normal, hier läuft eine chemische Reaktion ab, bei der sich die dunkle Schicht vom Silber löst. Nach ein paar Minuten abspülen und trocknen.
Diese Methode eignet sich für schlichtes, massives Silber ohne Steine. Finger weg bei Perlen, Bernstein, Koralle, Opal, Türkis und allem Geklebten – weiche, poröse Materialien nehmen das Bad übel. Und Achtung bei Schmuck mit absichtlich geschwärzten Vertiefungen: Dieser Kontrast ist Teil des Designs und verschwindet im Bad mit. Dann lieber nur die erhabenen Stellen mit dem Poliertuch bearbeiten.
Was Schmuck gar nicht mag
Zahnpasta wird oft empfohlen und ist genau deshalb problematisch: Sie enthält Putzkörper, die auf weichem Silber und erst recht auf Gold feine Kratzer hinterlassen. Auf kurze Sicht glänzt es, auf lange Sicht wird die Oberfläche stumpf. Auch Essig oder Zitronensäure sind nichts für Perlen und Kalkhaltiges, sie greifen die Oberfläche an.
Ultraschallgeräte aus dem Internet sind für schlichte Ringe praktisch, für gefasste Steine riskant – Vibrationen können lockere Fassungen weiter lösen. Und nimm Schmuck grundsätzlich ab, bevor du Chlorreiniger benutzt, ins Schwimmbad gehst oder Haarfarbe aufträgst.






