Je nachdem, wo die Auberginencreme zubereitet wird, gibt es verschiedene Varianten. Neben individuellen Geschmacksunterschieden lassen sich größere Gruppen unterscheiden, je nachdem, in welchem Stil und nach welchen kulturellen Gewohnheiten sie zubereitet wird:
Baba Ganoush – wahrscheinlich die bekannteste und berühmteste Version. Enthält Aubergine, Zwiebel, Tomate, Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl und Petersilie, aber meist kein Tahini.
Melitzanosalata – die griechische Auberginencreme zeichnet sich dadurch aus, dass statt Knoblauch rote Zwiebeln verwendet werden.
Moutabal – dieses nahöstliche Gericht wird aus Aubergine, Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl und Tahini oder manchmal Joghurt zubereitet.
Siebenbürger Vineta – also Auberginensalat, der trotz seines Namens eine cremige Konsistenz wie die anderen Varianten hat.
Auberginen sind vielseitige Gemüse mit vielen Sorten. Sie unterscheiden sich nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Verwendung.
Globe-Aubergine
Die weltweit verbreitetste Sorte ist die Globe-Aubergine, die in der Küche vielseitig einsetzbar ist.
Italienische Aubergine
Die italienische Aubergine ist groß und dunkelviolett, aber kleiner als die Globe-Sorte.
Japanische Aubergine
Die japanische Aubergine ist länglich, dünn und hellviolett. Sie wächst zwar nicht nur in Asien, ist dort aber in fast jedem asiatischen Lebensmittelgeschäft zu finden.
Rosa Bianca Aubergine
Die Rosa Bianca Sorte ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch geschmacklich angenehm süß.
Thailändische Aubergine
Die thailändische Aubergine ist klein, rund und erinnert an eine Mini-Wassermelone. Ohne Kerne ist sie zwar bitter, eignet sich aber hervorragend für Currys.
Weiße Aubergine
Die weiße Aubergine sieht hübsch aus und passt in fast jedes Auberginengericht.
Welche Sorte am besten schmeckt, ist natürlich Geschmackssache. Für eine besonders cremige Auberginencreme empfehlen sich die japanische oder die weiße Variante.

Wie grillst du die Aubergine für den Dip am besten?
Für das beste Ergebnis solltest du die Aubergine auf dem Grill zubereiten, damit sie ein tolles rauchiges Aroma bekommt. Wenn du gerade keinen Grill hast, geht auch der Backofen. Bei 210°C ca. 25-30 Minuten backen. Sobald die Schale schwarz wird, ist sie fertig.
Wichtige Tipps
- Die Aubergine sollte bei starker Hitze direkt über der Flamme gegart werden, damit das Fruchtfleisch hell bleibt.
- Bei zu niedriger Hitze wird das Fruchtfleisch dunkelviolett-grün, was geschmacklich und optisch weniger ansprechend ist.
- Lege die Aubergine sofort nach dem Grillen auf ein Schneidebrett und schneide sie längs auf. Das Fruchtfleisch sollte dann sofort mit einem Löffel herausgelöst und auf ein Sieb oder ein sauberes Holzbrett gelegt werden, damit die Flüssigkeit abtropfen kann. So wird das Fruchtfleisch angenehm süß und eignet sich perfekt als Dip oder Aufstrich.

Du kannst es auch ohne Tahini machen
Wie schon erwähnt, kann Auberginencreme mit Tahini oder auch mit einem cremigen Joghurt zubereitet werden. Aber auch ohne diese Zutaten ist sie genial und passt perfekt in eine vegane Ernährung. Egal, wie du es machst, es wird dir leicht fallen. Hier teilen wir das traditionelle siebenbürgische Rezept mit dir.
Was brauchst du?
- Aubergine
- rote Zwiebel, sehr fein gehackt
- hochwertiges Sonnenblumenöl
- 1 Eigelb
- wenig geriebener Knoblauch (nicht zu viel, damit der Geschmack der Aubergine nicht überdeckt wird)
- Salz nach Geschmack
- wenig frisch gepresster Zitronensaft (kann auch weggelassen werden)
So bereitest du es zu
Nachdem du die Aubergine gebacken hast (du musst das Fruchtfleisch nicht herauslöffeln), schneide sie mit einem großen Messer in kleine, cremige Stücke. Klopfe dazu einfach mit der Messerklinge auf das Schneidebrett – das Fruchtfleisch ist so weich, dass du schnell fertig bist. Auf keinen Fall pürieren, das verändert den Geschmack negativ. Aus dem Eigelb rührst du mit dem Öl eine Mayonnaise. Wenn du keine Zeit hast, kannst du auch eine gute gekaufte Mayonnaise nehmen. Dann mischst du alle Zutaten nach Geschmack unter.
Du kannst die Creme sofort genießen, aber gekühlt schmeckt sie am besten: Auf einer dicken Scheibe Sauerteigbrot als Hauptgericht oder Vorspeise, oder als Snack mit Tortilla-Chips, Crackern oder frischem selbstgebackenem Brot.
Wenn du weißt, dass die Creme erst in ein paar Tagen verbraucht wird, mische Knoblauch, Zwiebel und Mayonnaise erst kurz vor dem Servieren unter die Auberginencreme, sonst kann sie ranzig schmecken. So im Kühlschrank aufbewahrt hält sie 3-4 Tage, im Gefrierfach sogar bis zu einem Monat – perfekt, um jederzeit schnell eine leckere Mahlzeit zu zaubern.












