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Vom Sommerkleid in den September: So trägst du deine Garderobe durch den Übergang

Clara Ventura4 Min. Lesezeit
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Vom Sommerkleid in den September: So trägst du deine Garderobe durch den Übergang — Mode
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Mitte August ist die Garderobe ein einziger Widerspruch. Der Balkon ist noch heiß, die Morgen sind plötzlich kühl, und im Kleiderschrank hängen zwanzig Sommerteile, die sich anfühlen, als wären sie ab September verboten. Sind sie nicht. Die Wahrheit ist: Der Übergang gelingt fast nie über Neues, sondern über Kombinationen. Ich räume in dieser Zeit nichts weg, ich sortiere um – und die Teile, die ich im Juli am liebsten getragen habe, tragen mich mit ein paar Handgriffen bis in den Oktober.

Layering im Spätsommer heißt: dünn auf dünn

Der klassische Fehler ist, Sommerstoffe mit Winterstoffen zu mischen. Ein Grobstrickpullover über einem Trägerkleid sieht immer aus, als hätten sich zwei Jahreszeiten verlaufen. Viel eleganter: leichte Schichten übereinander legen. Ein weißes oder gestreiftes Leinenhemd offen über dem Sommerkleid, Ärmel bis zum Ellenbogen gekrempelt. Ein feiner Rippstrick-Tank unter dem Blusenkleid. Ein T-Shirt unter dem Trägertop, sodass die Träger zum Detail werden. Alles bleibt luftig, aber der Look bekommt Substanz – und du kannst mittags eine Schicht in die Tasche stecken, ohne dass etwas fehlt.

Auch die Länge hilft. Ein Sommerkleid mit Midi- oder Maxilänge funktioniert im September fast automatisch, weil es die Beine bedeckt, sobald es kühler wird. Kurze Sommerkleider ziehe ich in dieser Zeit über eine schmale Jeans oder mit einer opaken Strumpfhose in Hautton bis Kaffeebraun – das wirkt sofort weniger nach Ferien und mehr nach Übergang.

Die Farbverschiebung ist wichtiger als der Schnitt

Woran wir eigentlich merken, dass ein Outfit spätsommerlich statt hochsommerlich ist, ist selten der Stoff, sondern die Palette. Wenn du zu deinen hellen Sommenteilen jeweils ein gedecktes Element stellst, kippt die Stimmung: Schokoladenbraun, Oliv, Rostrot, Bordeaux, tiefes Petrol, Anthrazit. Das kann eine Tasche sein, ein Ledergürtel, ein Tuch am Griff, eine Cardigan-Farbe. Ein weißes Leinenkleid mit braunen Sandalen und braunem Gürtel liest sich sofort anders als dasselbe Kleid mit silbernen Riemchen.

Auch Materialkontrast erzeugt diesen Effekt. Leinen mit Leder, Baumwollpopeline mit Wildlederschuhen, Seidenrock mit einem Strickteil in Baumwolle. Der Sommerstoff darf bleiben, wenn ein herbstlicheres Material daneben steht.

Die Schuhe entscheiden, wie warm ein Look aussieht

Nichts verschiebt eine Silhouette so schnell wie das, was unten passiert. Der Moment, in dem ich von Sandalen auf geschlossene Schuhe wechsle, ist für mich der eigentliche Herbstbeginn – und meistens kommt er, bevor das Wetter es verlangt. Loafer und schlichte Ballerinas machen aus dem Sommerkleid ein Bürooutfit. Weiße oder cremefarbene Sneaker halten es leger. Flache Slingbacks sind der elegante Zwischenschritt. Und ja, sichtbare Socken zu Loafern oder Sandalen sind längst kein Tabu mehr, sondern eine der praktischsten Neuerungen der letzten Jahre: dünne Rippsocken in Creme, Grau oder Braun, nicht in Weiß mit Logo.

Wenn schon kaufen, dann diese Brücken

Ich rate immer davon ab, im August eine komplette Herbstgarderobe zu bestellen – die Lust auf Farben und Formen verändert sich, sobald das Licht wirklich anders wird. Was sich lohnt, sind Teile, die beide Jahreszeiten verbinden. Erstens: ein unstrukturierter Blazer oder eine Hemdjacke in gedeckter Farbe, die über T-Shirt, Kleid und Bluse passt. Zweitens: ein feiner Strickpullover oder eine Strickweste, dünn genug, um sie in der Handtasche zu tragen. Drittens: ein leichter Trenchcoat oder eine unaufgeregte Jacke für die Übergangsmorgen, die man auch im Frühling wieder herausholt.

Alles andere ist Feinschliff: eine Tasche in Braun statt Beige, ein schmaler Ledergürtel, ein größeres Tuch. Und ein Nachmittag, an dem du deinen Schrank einmal nach vorne sortierst – Sommenteile, die durch Schichten weiterleben, nach vorne; alles, was wirklich nur bei 32 Grad funktioniert, nach hinten.

Kann man weiße Kleidung im September noch tragen?

Unbedingt, und im Grunde das ganze Jahr. Entscheidend ist die Begleitung: Weiß wirkt sommerlich mit hellen, glänzenden Accessoires und sofort herbstlich mit Braun, Camel, Oliv, Wolle oder Wildleder. Ein weißes Hemd unter dunklem Strick, eine weiße Hose mit brauner Jacke, ein cremefarbenes Kleid mit Stiefeletten – das sind Looks, die im September stimmiger aussehen als jedes gemusterte Sommerteil.

Welche drei Teile lohnen sich jetzt wirklich?

Wenn du nur drei Dinge ergänzen willst: eine leichte Jacke oder Hemdjacke in einem gedeckten Ton, ein dünner Strick zum Drüberziehen und ein Paar geschlossene Schuhe, die zu Kleid und Jeans passen. Mit diesen drei Stücken lassen sich fast alle Sommerteile weiterverwenden, ohne dass ein Outfit nach Notlösung aussieht. Alles Weitere kaufe ich lieber im Oktober, wenn ich merke, was mir tatsächlich fehlt.

Über die Autorin

Clara Ventura

Clara Ventura schreibt über Beauty, Skincare und die kleine Euphorie, ein gutes Oberteil für unter 15 € zu finden. Ihre Empfehlungen werden so getestet, wie eine beste Freundin sie testet — im Alltag, auf normaler Haut, mit normalem Budget — und kommen ohne Marketing-Lack. Dies ist ein KI-gestütztes Autorenprofil; unsere Redaktion prüft alle Inhalte.

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