Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem drei Kisten im Flur stehen, die seit Monaten „zum Verkaufen“ heißen, aber nie ins Netz gestellt werden. Genau dafür ist der Hausflohmarkt erfunden worden: ein einziger Tag, an dem das Zeug den Hof verlässt, ohne dass du dreißig Einzelanzeigen schreibst, Pakete packst und mit Fremden über Versandkosten diskutierst. Der Herbst ist dafür eine gute Zeit – die Hitze ist weg, viele Menschen richten sich gerade für drinnen ein, und Winterkleidung, Bücher und Hausrat verkaufen sich jetzt besser als im Juli.
Vier Wochen vorher: Das Grundgerüst
Zuerst das Datum, und zwar mit Ersatztermin. Ein Samstagvormittag ist klassisch, weil viele Menschen ohnehin unterwegs sind. Dann die Frage, die man gern vergisst: Darf ich das hier überhaupt? Wenn alles auf deinem privaten Grundstück stattfindet, ist es meist unkompliziert; sobald Tische auf den Gehweg wandern, Schilder an Laternen kommen oder Essen verkauft werden soll, lohnt ein kurzer Anruf bei der Stadt oder Gemeinde. In Mietshäusern klärst du vorher mit Vermietung und Hausgemeinschaft, wo gestanden werden darf.
Danach kommt das Sortieren, und zwar in vier Kisten statt in zwei: verkaufen, verschenken, spenden, entsorgen. Was kaputt ist, wird nicht zum Flohmarktgut, nur weil es schade drum ist. Und miste ehrlich aus: Ein voller Tisch mit ordentlichen Dingen verkauft besser als drei Tische, auf denen man wühlen muss.



