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Der Sommer vergeht viel zu schnell – 6 einfache Wege, jeden Moment auszukosten

Farkas Margaréta5 Min. Lesezeit
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Der Sommer vergeht viel zu schnell – 6 einfache Wege, jeden Moment auszukosten — Lebensstil
In diesem Artikel

Es passiert jedes Jahr Mitte August. Auf einmal wird dir klar, dass nur noch wenige Wochen bleiben – und im Kopf zählst du all das auf, was du eigentlich noch machen wolltest. Der See, an den du fahren wolltest. Die Freundin, die du treffen wolltest. Dieser eine lange Sommerabend draußen, bei einem Glas Wein, ganz ohne Eile. Irgendwie kommt es immer nie dazu.

Der Sommer vergeht nicht schnell, weil er kurz ist – sondern weil wir ihn vergehen lassen.

Schreib dir eine Sommerliste – aber keine To-do-Liste

Es gibt einen feinen Unterschied zwischen einer To-do-Liste und einer Wunschliste. Die To-do-Liste stresst, die Wunschliste macht Vorfreude.

Notiere dir fünf bis zehn Dinge, die du diesen Sommer erleben möchtest – nicht abarbeiten, sondern wirklich erleben. Einen Sonnenuntergang, den du bis zum Ende anschaust. Ein Strandbad, an dem du den ganzen Nachmittag bleibst. Ein Eis, das du im Gehen isst. Kleinigkeiten, die trotzdem hängen bleiben.

Die Liste ist nicht dazu da, dass du Häkchen setzt. Sie soll dich daran erinnern, was du willst – bevor du am 1. September merkst, dass du einfach vergessen hast, daran zu denken.

Gönn dir mindestens einen „Nur heute“-Tag pro Woche

Der größte Feind des Sommers ist die Routine. Dieselben Orte, dieselben Menschen, derselbe Ablauf – nur eben bei Hitze. Das ist kein Sommer, das ist nur der Alltag in einer sommerlichen Version.

Mach einmal pro Woche etwas, das du nur heute machst. Nicht morgen, nicht am nächsten Wochenende. Heute.

Das kann ein spontaner Ausflug sein, ein unbekanntes Restaurant, ein Stadtviertel, in dem du noch nie warst. Es muss nichts Großes sein, nur etwas anderes. Erinnerungen entstehen nicht aus den gewöhnlichen Tagen, sondern aus denen, an denen etwas ein bisschen anders war.

Wenn dich das Gefühl kennst, ständig etwas zu verpassen, könnte dir auch dieser Gedanke helfen: Warum uns FOMO selbst dann verfolgt, wenn wir den Sommer in vollen Zügen genießen.

Leg das Handy weg – zumindest für ein Sommererlebnis

Mit den sozialen Medien gibt es ein Paradox. Je mehr du deinen Sommer dokumentierst, desto weniger genießt du ihn. Während du am perfekten Foto feilst, zieht der Moment vorbei – und was bleibt, ist ein Bild, keine Erinnerung.

Probier es einmal ganz ohne Handy. Ein Nachmittag am See, ein Konzert, ein Abendessen. Sei einfach da, vollständig. Dein Gehirn speichert die Momente, in denen du wirklich präsent warst, viel besser als die, die du nur festgehalten hast.

Iss so oft wie möglich draußen

Das ist einer der einfachsten und schönsten Wege, damit sich der Sommer auch wie Sommer anfühlt. Du brauchst dafür keine Dachterrasse und kein schickes Restaurant. Ein Park reicht, ein belegtes Brot auf einer Bank, der erste Kaffee des Tages auf dem Balkon.

Essen im Freien hat etwas Besonderes. Das Essen ist dasselbe, die Stimmung eine völlig andere. Irgendetwas löst sich, sobald man nicht zwischen vier Wänden sitzt. Den größten Teil des Sommers verbringen wir drinnen – während draußen genau die Jahreszeit ist, nach der wir uns den ganzen Winter gesehnt haben.

Finde ein Sommerritual, das nur dir gehört

Die schönsten Sommer haben meist etwas gemeinsam: eine Sache, die regelmäßig wiederkehrt. Der wöchentliche Besuch auf dem Wochenmarkt, ein bestimmter Weg, den du jeden Morgen gehst, ein Ort, zu dem du immer wieder zurückkehrst, oder eine Gewohnheit, die es nur im Sommer gibt.

Rituale machen den Sommer nicht langweilig, sie geben ihm einen Rahmen. Etwas, worauf du dich freust. Etwas, das dir zeigt, dass diese Jahreszeit besonders ist. Und etwas, an das du im Winter zurückdenkst und sagst: Ja, das war der Sommer.

Erlaube dir, nichts zu tun – ganz ohne schlechtes Gewissen

Nichtstun ist keine Verschwendung von Zeit und Energie. Nichtstun ist der Moment, in dem der Kopf endlich nicht mehr rast. Und genau dann kommen die besten Gedanken, die besten Stimmungen und diese Leichtigkeit, nach der wir suchen und die wir doch so selten finden.

Leg dich ins Gras. Setz dich auf den Balkon und tu einfach nichts. Beobachte die Passanten. Hör dem Rasenmäher des Nachbarn zu. Lass die Zeit vergehen, ohne irgendetwas zu erledigen.

Wie viel Mut echtes Innehalten braucht, beschreibt auch dieser Text: Auch Nichtstun erfordert Mut – wüsstest du etwas mit dir anzufangen, wenn du ab morgen nicht mehr hetzen müsstest?

Der Sommer vergeht nicht schnell, weil er kurz ist. Sondern weil wir ihn lassen. Dieses Jahr: lass ihn nicht.

Warum fühlt sich der Sommer immer so kurz an?

Nicht, weil er wirklich kürzer wäre, sondern weil wir ihn oft in der gewohnten Routine verstreichen lassen. Wer den Alltag bewusst durchbricht, erlebt die Wochen intensiver – und sie fühlen sich länger an.

Was sollte auf eine Sommerliste?

Vor allem Erlebnisse statt Aufgaben: ein Sonnenuntergang, ein langer Nachmittag am Wasser, ein Eis im Gehen. Fünf bis zehn Dinge, die du wirklich erleben möchtest – nicht abhaken, sondern genießen.

Warum soll ich das Handy weglegen?

Weil du einen Moment weniger genießt, während du ihn dokumentierst. Das Gehirn speichert Erlebnisse, in denen du wirklich präsent warst, viel besser als jene, die du nur fotografiert hast.

Ist Nichtstun nicht einfach verlorene Zeit?

Nein. Nichtstun ist der Moment, in dem der Kopf zur Ruhe kommt – und genau dann entstehen die besten Gedanken, die schönsten Stimmungen und die Leichtigkeit, die wir uns wünschen.

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