Sich den eigenen Wohnraum mit jemandem zu teilen, ist selten einfach. Aber es gibt Mitbewohner, die verwandeln das ganz normale Zusammenleben in einen täglichen Albtraum.
Wir haben die schrägsten, ekligsten und absurdesten WG-Geschichten gesammelt. Eine Warnung vorweg: Danach wirst du deine eigene Wohnung mit ganz anderen Augen sehen – und wahrscheinlich richtig dankbar sein.
Das Bier
Ich habe mit einem Typen zusammengewohnt. Eines Tages komme ich nach Hause und meine Aufschnitt, mein Käse und mein Joghurt schmelzen auf der Küchentheke vor sich hin – weil er den Kühlschrank komplett mit Bier vollgestopft hatte.
Ich habe nachgezählt: 68 Dosen Bier. Ich rufe ihn an, und er sagt nur, dass er abends mit seinen Kumpels heimkommt und „das kalte Bier eben braucht".
Ich habe aufgelegt, die Badewanne mit warmem Wasser gefüllt, jede einzelne Dose reingeschmissen (vorher schön geschüttelt) – und dann bei meiner Freundin geschlafen.
Kein Kommentar
Sie hat ihre schmutzige Unterwäsche in meiner Kaffeemaschine ausgekocht.
Faltenfrei
Eine wortwörtliche Nachricht von meiner Mitbewohnerin:
„Ich war in deinem Zimmer, um mir mein Ladekabel zu holen, und habe gesehen, dass deine Tagesdecke zerknittert war. Ich habe sie glatt gestrichen, aber bitte mach dein Bett das nächste Mal ordentlich."
Schmutz
Mein Mitbewohner ließ aus irgendeinem Grund immer seine Klamotten in der Dusche liegen. Jeden Abend musste ich sie erst rausräumen, um überhaupt duschen zu können.
Ich habe ihn Dutzende Male gebeten, das zu lassen – schließlich gibt es einen Wäschekorb, und außerdem wollte ich seine dreckige Unterhose nicht anfassen. Geändert hat er sein Verhalten erst, als ich anfing, seine Sachen in den Mülleimer zu werfen.
Der Frühaufsteher
Wir wohnten zu zweit in einem kleinen Einzimmer-Apartment.
Er: „Könntest du morgens bitte leiser sein? Du hast mich geweckt!"
Ich: „Es ist Mittag, und das Einzige, was ich gemacht habe, war aufs Klo zu gehen. Deine kreischenden Freundinnen sind dagegen um fünf Uhr früh gegangen."
Wenn du selbst mitten in einer angespannten Wohnsituation steckst, findest du hier Tipps für ein entspannteres Zusammenleben.
Katzenstreu
Ich habe mir ein Bad einlaufen lassen – gar nicht hingeschaut, einfach den Hahn aufgedreht –, mich in die Wanne gesetzt und dann gemerkt, dass irgendein Bodensatz unter meinem Hintern war und das Wasser stank.
Es stellte sich heraus: Meine Mitbewohnerin hatte das Katzenklo in der Badewanne gereinigt und sich nicht die Mühe gemacht, den vollgepinkelten Rest abzuspülen.
Zweckentfremdung
Sie hat mit meinem nagelneuen, teuren Staubsauger das Erbrochene ihres betrunkenen Kumpels aufgesaugt – und den Beutel nicht einmal geleert, sondern das Gerät einfach so zurück in den Schrank gestellt.
Fotodokumentation
Ich habe die nicht abgespülte Toilette samt Hinterlassenschaft fotografiert und der Mitbewohnerin geschickt (!) mit der Bitte, doch bitte aufzupassen – denn es war bereits das fünfte Mal, dass mich das im Bad erwartete.
Ihre Reaktion? Tiefe Empörung darüber, warum ich fotografiert statt gespült habe – und was für ein „Perverser" ich sei.
Die Unterwäsche
Ich komme nach Hause und meine gesamte Unterwäsche ist verschwunden. Alles! Die Mitbewohnerin erklärte, ihre Mutter sei zu Besuch gewesen und habe „aufgeräumt". (In meinem Zimmer, in meiner Schublade?!)
Der Sud
Irgendwann kam heraus, dass sie ihre Menstruationstasse in einem unserer gemeinsamen Töpfe auskochte – den sie danach nie abwusch, sondern nur das Wasser ausleerte und wieder in den Küchenschrank stellte.
Familienzuwachs
An einem Wochenende hat sie einfach ihre Eltern in die gemietete Zweizimmerwohnung einziehen lassen. Ihre Mutter meinte, ich dürfe von ihrem Essen mitessen, wenn sie dafür meinen Schrank benutzen dürfe. Meinen einzigen Schrank …
Warum nur
Regelmäßig kam ich nach Hause und stellte fest, dass sie in meinem Bett geschlafen hatte. Damit hörte sie erst auf, als ich anfing, Reißzwecken auf der Matratze zu hinterlassen.
Die Erinnerung
Sie hat meinen geliebten Teddybären weggeworfen, der seit meiner Geburt überallhin mit mir gereist war. Ihre Begründung: Sie fand ihn kindisch, und eine 26-jährige Frau solle keine Spielsachen haben.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Ich habe gefragt, warum meine Salatschüssel in ihrem Zimmer steht. Ihre Antwort: Sie habe ihren Fuß darin gebadet, weil ihr eingewachsener Zehennagel weh tat.
Die Künstlerin
Unser Vermieter erlaubte uns nicht mal, einen einzigen Nagel in die Wand zu schlagen – und dann malte dieses Mädchen ein Aktbild von sich selbst an eine Wohnzimmerwand. Kein Scherz: Ich komme nach Hause, und über dem Fernseher prangt ein Bild von ihr, nackt, mit gespreizten Beinen.
Als ich sie aufforderte, die Wand sofort wieder weiß zu streichen, war sie beleidigt und meinte, ich würde einfach nichts von Kunst verstehen.
Was macht einen Mitbewohner zur Katastrophe?
Meist sind es nicht die großen Konflikte, sondern die kleinen Grenzüberschreitungen im Alltag – wenn jemand deine Sachen benutzt, deinen Raum ignoriert oder gemeinsame Regeln komplett missachtet.
Wie reagiert man auf einen unmöglichen Mitbewohner?
Wie diese Geschichten zeigen, hilft klare, wiederholte Kommunikation oft am meisten. Manchmal ändert sich das Verhalten aber erst, wenn spürbare Konsequenzen folgen.
Sind solche WG-Geschichten wirklich so extrem?
Die hier gesammelten Erlebnisse gehören zu den absurdesten überhaupt. Genau deshalb lohnt es sich, danach die eigene Wohnsituation ein bisschen mehr zu schätzen.











