Es gibt einen Raum in unserem Zuhause, den wir jede Woche saugen, ab und zu sogar wischen – und an den wir trotzdem fast nie als echten Fall für eine Grundreinigung denken. Die Rede ist vom Schlafzimmer.
Während wir Küche und Bad desinfizieren, schrubben und mit Duft versehen, landet das Schlafzimmer irgendwie immer ganz hinten auf der Putzliste. Dabei verbringen wir fast ein Drittel unseres Lebens hier – und genau hier sammeln sich am meisten Staub, Hautschuppen, Schweißspuren und winzige Lebewesen, über die wir lieber nicht zu genau nachdenken.
Warum ausgerechnet das Schlafzimmer am meisten vernachlässigt wird
Ins Schlafzimmer kommen selten Gäste. Es steht nicht so unter Druck wie das Wohnzimmer oder die Küche, und deshalb neigen wir dazu, schnell einmal durchzusaugen, das Bett zu richten – und fertig.
Bettwäsche, Matratze, Kissen, Vorhänge und Teppiche sammeln jedoch ununterbrochen Hautschuppen, Schweiß, Staub und die davon lebenden Hausstaubmilben.
Letztere lieben eine warme, feuchte und dunkle Umgebung ganz besonders – genau das, was ein jede Nacht benutztes Bett perfekt bietet.
Was Matratze und Kissen wirklich in sich tragen
Viele wechseln Matratze und Kissen jahrelang nicht und lüften sie auch nicht richtig aus. Dabei sind es genau diese Oberflächen, mit denen wir am längsten und direktesten in Kontakt sind.
Schweiß, abgestorbene Hautzellen und Feuchtigkeit bilden einen idealen Nährboden für Hausstaubmilben und Bakterien. Auf Dauer kann das zu unangenehmen Gerüchen und allergischen Beschwerden führen – von verstopfter Nase über Niesreiz bis hin zu juckenden Augen.
- Lass die Bettwäsche tagsüber lüften, wann immer es möglich ist. Schlag die Decke zurück, damit auch die Matratze Luft bekommt.
- Bring die Matratze oder zumindest die Kissen ab und zu an die frische Luft – denn Sonnenlicht und Belüftung helfen, Feuchtigkeit zu reduzieren.
- Verwende einen Matratzenschoner und Kissenbezüge, die sich leicht abnehmen und regelmäßig waschen lassen.
Die Bettwäsche, die wir seltener waschen, als wir sollten
Viele wechseln das Laken einmal pro Woche, aber Bettbezug und Kissenbezug deutlich seltener – dabei haben auch sie genauso intensiven Kontakt mit unserer Haut.
Das Waschen bei hohen Temperaturen hilft, Hausstaubmilben abzutöten und die Menge an Allergenen zu verringern. Die Bezüge solltest du außerdem gründlich trocknen lassen, bevor sie wieder aufs Bett kommen.
Das Bett, in dem wir uns jeden Abend ausruhen, ist in Wahrheit eine der am stärksten belasteten Oberflächen des Zuhauses – wir sehen nur nicht, was sich darauf ansammelt.
Teppich und Vorhang, die wir nie abnehmen
Auch Teppich und Vorhänge im Schlafzimmer gehören zu den Oberflächen, die wir monatelang, manchmal sogar jahrelang nicht gründlich waschen oder saugen. Dabei binden gerade sie hervorragend Staub, Haare und kleine Insekten.
Den Teppich solltest du ab und zu ausklopfen oder besonders gründlich saugen. Die Vorhänge – wenn das Material es erlaubt – regelmäßig waschen oder zumindest ordentlich ausschütteln.
Einfache Gewohnheiten, die viel bewirken
- Zieh das Bett morgens nicht sofort glatt – lass die Decke ein paar Minuten lüften.
- Lüfte täglich ein paar Minuten, auch wenn es draußen kalt ist.
- Häufe keine Plüsch- und Textilobjekte auf dem Bett an – sie sind ebenfalls Staubfänger.
- Nimm dir einmal im Monat Zeit, die Matratze abzusaugen und die Kissen auszulüften.
Du brauchst keine drastische Großreinigung, damit dein Schlafzimmer wirklich erholsam und gesund ist. Ein paar kleine, zur Routine gewordene Handgriffe – Lüften, häufigeres Wechseln der Bettwäsche oder das gelegentliche Absaugen der Matratze – machen langfristig einen spürbaren Unterschied. Sowohl darin, wie frisch wir aufwachen, als auch darin, wie sauber die Luft ist, die wir Nacht für Nacht einatmen.
Wie oft sollte man Bettwäsche wechseln?
Viele wechseln das Laken einmal pro Woche, doch Bett- und Kissenbezüge werden oft seltener gewaschen. Da auch sie intensiv mit der Haut in Kontakt kommen, lohnt sich ein regelmäßiges Waschen bei hoher Temperatur.
Warum sind Hausstaubmilben im Schlafzimmer ein Problem?
Hausstaubmilben lieben eine warme, feuchte und dunkle Umgebung und ernähren sich von Hautschuppen. Auf Dauer können sie zu unangenehmen Gerüchen und allergischen Beschwerden wie verstopfter Nase, Niesreiz oder juckenden Augen führen.
Wie halte ich die Matratze sauber, ohne großen Aufwand?
Lass die Bettdecke morgens ein paar Minuten zurückgeschlagen liegen, damit die Matratze Luft bekommt, und sauge sie einmal im Monat ab. Ein abnehmbarer, waschbarer Matratzenschoner hilft zusätzlich.
Muss ich Teppich und Vorhänge im Schlafzimmer wirklich reinigen?
Ja, denn beide binden Staub, Haare und kleine Insekten besonders gut. Klopf den Teppich ab und zu aus oder sauge ihn gründlich, und wasche oder schüttle die Vorhänge regelmäßig, sofern das Material es zulässt.











