Es gibt wenige Dinge, die so unmittelbar gut sind wie frisch bezogene Betten an einem kühlen Abend. Und wenige, die so schnell unangenehm werden wie ein Bezug, der nach zwei Nächten schon leicht dumpf riecht, obwohl er doch gerade erst aus der Maschine kam. Im Herbst passiert das häufiger als im Sommer, und das hat handfeste Gründe: Wir heizen, wir lüften kürzer, wir schlafen unter dickeren Decken. Die gute Nachricht ist, dass man dagegen wenig kaufen und viel ändern muss.
Was sich im Herbst im Bett verändert
Im Sommer schwitzt man sichtbar, im Herbst unsichtbar. Unter der Winterdecke entsteht mehr Feuchtigkeit, als die meisten denken, und diese Feuchtigkeit bleibt länger in Matratze, Decke und Bezug, weil die Fenster seltener offen stehen und die Raumluft durch die Heizung zwar warm, aber träge wird. Genau in dieser Kombination fühlen sich Gerüche und Bakterien wohl.
Der erste Schritt ist deshalb gar kein Waschschritt: Decke morgens zurückschlagen, statt sofort glatt zu ziehen, und einmal am Tag kurz und kräftig durchlüften. Fünf bis zehn Minuten weit geöffnetes Fenster bringen mehr als eine dauerhaft gekippte Scheibe – und heizen die Wohnung nicht aus.
40 oder 60 Grad? Die Antwort hängt vom Stoff ab
Baumwolle und Leinen, also der klassische weiße oder einfarbige Bettbezug, vertragen 60 Grad problemlos. Das ist die Temperatur, bei der Gerüche und Keime zuverlässig verschwinden. Wer aus Energiegründen meist bei 40 Grad wäscht, sollte zumindest im Wechsel ein Mal pro Monat die höhere Temperatur fahren – und dann zusätzlich ein kurzes Heißprogramm ohne Wäsche laufen lassen, damit auch die Maschine selbst sauber bleibt.






