Der Teppich ist das Möbelstück, das am meisten aushält und am wenigsten Aufmerksamkeit bekommt. Bei uns liegt einer im Wohnzimmer, auf dem im Laufe eines Jahres Kinderfüße, Hundepfoten, Kekskrümel, ein umgekippter Kakao und mindestens zwei Bastelprojekte gelandet sind. Im Herbst fällt es plötzlich auf: Das Licht wird flacher, man sitzt mehr drinnen, und dieser Streifen vor dem Sofa sieht aus wie ein Pfad. Gute Nachricht: Die meisten Teppiche brauchen keine Chemie, sondern eine Reihenfolge – und Geduld beim Trocknen.
Erst schauen, dann schrubben
Bevor irgendetwas feucht wird, dreh den Teppich um und suche das Etikett. Wolle, Seide, Viskose und Naturfasern wie Jute oder Sisal reagieren völlig anders als Polypropylen oder Polyester. Wolle verträgt kein heißes Wasser und keine aggressiven Reiniger, Viskose ist nass extrem empfindlich, Sisal und Jute quellen und bekommen Flecken, wenn sie nass werden – bei diesen Materialien bleibt man beim Trockenreinigen oder gibt sie in professionelle Hände.
Bei allen anderen gilt: Mach immer einen Test an einer verdeckten Stelle, etwa unter dem Sofa. Reinigungslösung auftupfen, mit einem weißen Tuch abtupfen, fünf Minuten warten. Bleibt Farbe auf dem Tuch, ist der Teppich nicht farbecht – dann nur trocken arbeiten.






