Der Moment, in dem man die Trommel öffnet und es nach feuchtem Keller riecht, obwohl gerade erst gewaschen wurde, gehört zu den unbefriedigendsten im Haushaltsjahr. Besonders im Herbst, wenn die Wäsche ohnehin länger trocknet und die Maschine selten komplett abtrocknet. Die gute Nachricht: Eine muffige Waschmaschine ist kein Defekt, sondern fast immer ein Pflegerückstand – und der lässt sich an einem Nachmittag beheben.
Warum Waschmaschinen überhaupt riechen
Moderne Waschprogramme laufen sparsam und kühl. Dreißig Grad reichen für die Wäsche, aber nicht, um Fett, Waschmittelreste und Hautschüppchen zuverlässig aus den Leitungen zu spülen. Dazu kommen Flüssigwaschmittel und Weichspüler, die einen schmierigen Film hinterlassen, in dem sich Bakterien wohlfühlen. Wird die Tür nach dem Waschen sofort geschlossen, bleibt Restfeuchte eingesperrt – und genau daraus entsteht dieser typische Geruch.
Deshalb bringt es wenig, einfach noch mehr Waschmittel zu dosieren. Im Gegenteil: Überdosierung ist einer der häufigsten Gründe für Ablagerungen.
Die Türmanschette: der wichtigste Handgriff
Bei Frontladern sitzt der Geruch meistens in der Gummidichtung rund um die Tür. Klappe die Manschette vorsichtig mit den Fingern nach außen und schau in die Falte: Dort sammeln sich Wasser, Flusen, Haare, manchmal auch Münzen und kleine Socken. Wische die Rille mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel gründlich aus, bei dunklen Stellen hilft eine weiche alte Zahnbürste. Danach trocken nachwischen, das ist der entscheidende Teil.
Wer das alle paar Wochen macht, löst damit erfahrungsgemäß schon den größten Teil des Problems. Aggressive Mittel braucht es dafür nicht, scharfe Reiniger können das Gummi mit der Zeit angreifen.






