Auftragen: weniger Sprühstöße, mehr Vorbereitung
Cremige Düfte belohnen eine gepflegte Basis. Auf trockener Haut verpuffen sie, auf eingecremter Haut bleiben sie stundenlang liegen. Ich benutze eine möglichst neutral duftende Körperlotion, warte kurz und sprühe dann auf Dekolleté, Nacken und Innenseite der Ellenbogen. Handgelenke ja, aber nicht aneinanderreiben – das zerdrückt die Kopfnote. Zwei bis drei Sprühstöße reichen, bei den holzigen Varianten oft schon einer. Ein sehr schöner Trick für kühlere Tage: einmal ins Haar sprühen, aber aus großem Abstand und lieber in die Bürste als direkt auf die Längen, damit der Alkohol das Haar nicht austrocknet.
Kombinieren, ohne dass es kippt
Milchige Düfte sind hervorragende Teamplayer. Sie machen scharfe Zitrusdüfte weicher und nehmen strengen Vetiver- oder Zedernoten die Kante. Wenn du schichten willst, gilt: der cremige Duft kommt zuerst und großzügiger, der zweite Duft nur punktuell darüber. Zwei bis drei Materialien sollten sich überschneiden, sonst streiten die Flakons. Und bitte nicht gleichzeitig stark parfümierte Duschgels, Bodylotions und Haarsprays verwenden – die häufigste Ursache für einen zu lauten Gesamteindruck ist nicht das Parfum, sondern alles andere.
Wie finde ich heraus, ob ein cremiger Duft zu mir passt?
Teste ihn niemals nur auf dem Papierstreifen, sondern auf der Haut und mindestens vier Stunden lang, denn genau in der Trockenphase entscheidet sich bei diesen Düften alles. Sprühe morgens ein Handgelenk ein, geh deinen normalen Tag und achte darauf, wie du dich am Nachmittag damit fühlst. Wenn dir der Duft dann noch angenehm ist und du dich nicht ständig selbst riechst, ist es deiner.
Warum verfliegt mein Parfum so schnell – und was hilft?
Meist liegt es an trockener Haut, an zu wenig Auftragsfläche oder daran, dass leichte, moschuslastige Formulierungen naturgemäß hautnah bleiben. Creme die Stellen vorher ein, verteile den Duft auf mehrere warme Punkte statt nur auf ein Handgelenk und bewahre den Flakon dunkel und kühl auf, nicht auf der Fensterbank im Bad. Für unterwegs lohnt sich ein kleiner Zerstäuber in der Tasche – ein Sprühstoß am Nachmittag ist ehrlicher als der Versuch, morgens alles mit Menge zu erzwingen.









