Gerüche, Staub und die eine Grundreinigung im Jahr
Der wichtigste Pflegeschritt ist banal: langsam und mehrfach saugen, in verschiedenen Richtungen, bei Hochflor mit reduzierter Bürste. Wer schnell darüberfährt, holt nur die Oberfläche, während der Sand im Fuß der Fasern sitzt und sie beim Begehen von innen aufschmirgelt.
Gegen muffigen Geruch funktioniert Natron gut: gleichmäßig dünn aufstreuen, ein paar Stunden oder über Nacht liegen lassen, gründlich absaugen. Einmal im Jahr – idealerweise jetzt im Frühherbst, wenn draußen noch trockene Luft und Sonne zu haben sind – lohnt sich mehr: kleinere Teppiche über die Wäschespinne hängen und ausklopfen, die Rückseite absaugen, den Boden darunter wischen. Für Synthetikteppiche ist ein Waschsauger oder Teppichschaum eine gute Option; wichtig ist danach schnelles Trocknen bei offenem Fenster, damit sich kein Geruch festsetzt. Waschbare Teppiche gehören nur dann in die Maschine, wenn das Etikett es erlaubt, und dann kalt, im Schonprogramm und mit niedriger Schleuderzahl.
Kann ich einen Teppich mit Natron und Essig reinigen?
Natron ist als Geruchsbinder und Fettlöser gut geeignet und für die meisten Fasern unproblematisch, solange es vollständig abgesaugt wird. Essig dagegen ist mit Vorsicht zu genießen: stark verdünnt kann er bei Synthetik helfen, auf Wolle und empfindlichen Naturfasern kann Säure jedoch Farbe und Struktur angreifen. Die Kombination beider Mittel bringt übrigens wenig, weil sie sich chemisch gegenseitig neutralisieren – lieber eines gezielt einsetzen.
Wann lohnt sich eine professionelle Teppichreinigung?
Bei echten Handknüpfteppichen, alten Erbstücken, Seide, großflächigen Wasserschäden und bei Gerüchen, die trotz Grundreinigung wiederkommen, ist eine Fachreinigung fast immer günstiger als der Ersatz. Auch wenn Haustiere wiederholt dieselbe Stelle markiert haben, kommt man zu Hause selten an die Rückseite und das Trägermaterial heran – hier lohnt sich der Anruf, bevor man mit immer schärferen Mitteln experimentiert.











