Irgendwann im Oktober passiert es in jeder Wohnung: Der Wäscheständer zieht vom Balkon in die Ecke zwischen Sofa und Heizkörper, und von da an begleitet uns bis März ein feiner, feuchter Geruch. Was wir dabei oft übersehen: Eine einzige Maschine Wäsche gibt beim Trocknen etliche Liter Wasser an die Raumluft ab. Diese Feuchtigkeit verschwindet nicht einfach – sie setzt sich an den kältesten Stellen ab, hinter dem Schrank an der Außenwand, in Fensterlaibungen, in Ecken, die niemand anschaut.
Die Arbeit beginnt in der Maschine
Der wirksamste Hebel liegt vor dem Aufhängen: die Schleuderdrehzahl. Je mehr Wasser die Maschine herausholt, desto weniger muss deine Wohnung aufnehmen. Handtücher, Jeans und Bettwäsche vertragen in der Regel die höchste für das Textil zugelassene Stufe – ein Blick aufs Pflegeetikett genügt. Empfindliches bleibt natürlich schonend, dafür darf man es dann aber nicht in den feuchtesten Raum hängen.
Zweiter Punkt: nicht überladen. Wäsche, die in der Trommel keinen Platz hat, wird schlechter geschleudert und riecht häufiger muffig. Und drittens: Nasse Wäsche sollte nicht stundenlang in der Maschine liegen bleiben. Genau dieser Zwischenschritt – vergessen, später aufgehängt – ist die häufigste Ursache für den Geruch, den man dann fälschlich der Wohnung zuschreibt.






