Der richtige Platz und die richtige Luft
Stell den Ständer in einen Raum, der geheizt und gut lüftbar ist, aber nicht ins Schlafzimmer – dort ist es meist kühler, und wir atmen über Nacht zusätzliche Feuchtigkeit in die Luft. Ideal ist ein Zimmer, dessen Tür du schließen kannst, mit zwei bis drei kurzen, kräftigen Stoßlüftungen während der Trockenzeit. Fenster auf Kipp ist dabei die schlechteste Variante: Es kühlt die Laibung aus und bringt kaum Luftaustausch.
Platz ist der zweite unterschätzte Faktor. Jedes Stück braucht Abstand, Hemden gehören auf Bügel, Bettwäsche wird nicht doppelt gelegt, sondern einlagig aufgehängt oder über zwei Stangen verteilt. Ein kleiner Ventilator, der quer über den Ständer bläst, verkürzt die Trockenzeit spürbar und kostet weniger Energie, als viele vermuten. Wäsche direkt auf den Heizkörper zu legen ist dagegen keine gute Idee: Der Heizkörper kann die Wärme nicht mehr abgeben, der Raum wird kälter und die Feuchtigkeit konzentriert sich an einer Stelle.
Ein Hygrometer sagt dir, was dein Gefühl nicht kann
Ein einfaches Hygrometer für wenige Euro ist das vielleicht nützlichste Haushaltsgerät der kalten Monate. Als grobe Orientierung gilt in Wohnräumen eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 40 bis 60 Prozent. Steigt sie beim Wäschetrocknen deutlich darüber und bleibt sie dort, ist das dein Signal zum Lüften – nicht die Uhr, nicht das Bauchgefühl.






