Die Papiere, die du zusammensuchst
Für die Sterbeurkunde beim Standesamt werden in der Regel die Todesbescheinigung, der Personalausweis der verstorbenen Person und – je nach Lebenssituation – Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Scheidungsurteil oder die Sterbeurkunde des Ehepartners gebraucht. Viele Bestatter übernehmen den Gang zum Amt. Lass dir mehrere Ausfertigungen der Sterbeurkunde ausstellen: Bank, Versicherungen, Rentenstelle und Vermieter wollen jeweils eigene Exemplare.
Prüfe außerdem, ob es eine Bestattungsvorsorge, eine Sterbegeldversicherung oder schriftliche Wünsche gibt. Oft liegt ein Zettel in der Dokumentenmappe, auf dem steht, was sich der Mensch gewünscht hat – das nimmt der Familie enorm viel Last von den Schultern.
Die Entscheidungen, die wirklich eure sind
Erd- oder Feuerbestattung, Friedhof, Ruheforst oder Seebestattung, Trauerfeier mit großer Runde oder Abschied im engsten Kreis: Das sind die Punkte, bei denen ihr euch Zeit nehmen dürft, soweit die Fristen es erlauben. Hilfreich ist die Frage: Was hätte diesem Menschen entsprochen – und was brauchen die, die zurückbleiben? Manchmal ist das nicht dasselbe, und dann darf man einen Kompromiss finden.
Die Feier selbst wird persönlich durch kleine Dinge, nicht durch Aufwand. Ein Lied, das im Auto immer lief. Das Lieblingsrezept auf der Rückseite der Trauerkarte. Ein Tisch mit Fotos. Wer frei spricht statt perfekt zu sprechen, berührt mehr. Und niemand muss selbst reden: Es ist völlig in Ordnung, einen Text zu schreiben und ihn vorlesen zu lassen.




