Bien Logo

Wenn zwei Hunde sich an der Leine begegnen: So bleibt die Situation ruhig

Mira Calloway4 Min. Lesezeit
Teilen:
Wenn zwei Hunde sich an der Leine begegnen: So bleibt die Situation ruhig — Lebensstil

Der Bogen ist die höflichste Geste, die du kennst

Hunde gehen von Natur aus nicht schnurgerade aufeinander zu. Sie beschreiben einen Bogen, verlangsamen, schnüffeln scheinbar beiläufig am Boden. Auf schmalen Gehwegen nehmen wir ihnen diese Möglichkeit weg – deshalb lohnt es sich, aktiv Raum zu schaffen: einen Schritt auf die Straßenseite, zwischen zwei parkende Autos, in eine Einfahrt. Wer früh ausweicht, wirkt nicht ängstlich, sondern souverän.

Hilfreich ist auch, nicht jede Begegnung zur Kontaktaufnahme zu machen. Viele Hunde brauchen gar kein Hallo, sie brauchen nur die Erfahrung, dass sie entspannt vorbeigehen dürfen. Wenn doch geschnuppert wird: wenige Sekunden reichen, danach freundlich weitergehen, bevor die Stimmung kippt. Und wenn dir jemand "Der will nur spielen" zuruft, während sein Hund ungebremst heranstürmt, darfst du klar und ohne Entschuldigung sagen: "Meiner möchte das gerade nicht, bitte nimm ihn zu dir."

Die Signale, bei denen du den Abstand vergrößerst

Lange bevor es laut wird, gibt es sichtbare Hinweise. Ein erstarrter Körper, ein hoch getragener, steif wedelnder Rutenansatz, angehaltener Atem, der Blick, der nicht mehr weggeht – das sind Momente, in denen man nicht abwartet, sondern den Abstand vergrößert. Genauso bei deinem eigenen Hund: Wenn er sich hinter deine Beine schiebt, den Kopf abwendet, hektisch schnüffelt oder über die Lefzen leckt, sagt er dir, dass ihm die Situation zu viel ist. Diese Signale ernst zu nehmen, ist der beste Schutz vor einer Eskalation.

Passende Artikel

Freundschaften, die Jahrzehnte halten: Zwei Gewohnheiten, die fast alle gemeinsam haben — Geist & Seele

Freundschaften, die Jahrzehnte halten: Zwei Gewohnheiten, die fast alle gemeinsam haben

Lange Freundschaften entstehen nicht durch große Gesten, sondern durch zwei unspektakuläre Dinge. Und sie enden selten im Streit – sondern im Schweigen.

Mira Calloway•
Der Ort, an dem man dich kennt: Warum Stammlokale mehr sind als Kneipen — Lebensstil

Der Ort, an dem man dich kennt: Warum Stammlokale mehr sind als Kneipen

Wenn ein Viertel um einen seiner Stammgäste trauert, wird sichtbar, was so ein Ort eigentlich leistet. Über die unterschätzte Kraft von Orten, an denen man nichts beweisen muss – und wie man selbst einen findet.

Elise Navarro•
Wie organisiere ich meinen Haushalt? Das Wochengerüst, das auch an müden Tagen hält — Haushalt

Wie organisiere ich meinen Haushalt? Das Wochengerüst, das auch an müden Tagen hält

Kein Putzplan in zwölf Farben, sondern vier feste Anker, Zonen statt Zimmer und ein Abend-Reset von zehn Minuten. So trägt der Haushalt sich auch durch anstrengende Wochen.

Nora Bellamy•
Schockanruf bei den Eltern: Wie du das Gespräch führst, bevor es passiert — Familie

Schockanruf bei den Eltern: Wie du das Gespräch führst, bevor es passiert

Vom Enkeltrick liest man immer wieder – und trotzdem sprechen die meisten Familien nie darüber. So führst du das Gespräch mit deinen Eltern, ohne sie zu bevormunden.

Mira Calloway•
Wie organisiere ich mich besser? Das kleine System, das auch an chaotischen Tagen hält — Geld & Beruf

Wie organisiere ich mich besser? Das kleine System, das auch an chaotischen Tagen hält

Nicht noch eine App, nicht noch ein Planer: Ein Selbstorganisations-System, das aus vier Bausteinen besteht – und das genau dann funktioniert, wenn die Woche aus dem Ruder läuft.

Nora Bellamy•
Flohmarkt organisieren: Der Plan für den eigenen Stand – und für den Markt im Hof — Lebensstil

Flohmarkt organisieren: Der Plan für den eigenen Stand – und für den Markt im Hof

Ende August ist Flohmarktzeit: Kisten leer, Kinderzimmer luftiger, Kasse ein bisschen voller. So planst du deinen ersten Stand ohne Chaos – und was du bedenken musst, wenn du selbst einen Markt auf die Beine stellst.

Lena Hartley•