Wenn dein Hund an der Leine regelmäßig bellt, zieht oder vorprescht, ist das kein Charakterfehler und auch kein Grund für Scham. Es ist ein Trainingsthema – und eines, das sich mit einer guten Hundeschule oder einer Trainerin, die mit ruhigen Methoden arbeitet, deutlich verbessern lässt. Hol dir diese Unterstützung früh, nicht erst nach dem dritten unangenehmen Vorfall.
Was mache ich, wenn ein fremder Hund ohne Leine auf uns zuläuft?
Bleib stehen oder geh seitlich weiter, aber renne nicht und schrei den Hund nicht an – beides erhöht die Spannung. Stell dich mit dem Körper zwischen den heranlaufenden Hund und deinen eigenen, nimm die Leine kurz, aber ohne daran zu reißen, und sprich den Besitzer laut und deutlich an, er solle seinen Hund zurückrufen. Hast du Leckerli dabei, kannst du eine Handvoll in weitem Bogen weg von euch werfen, das lenkt viele Hunde für ein paar entscheidende Sekunden ab.
Darf ich fremde Hunde einfach streicheln?
Nein, und das gilt auch für Kinder, die es am liebsten sofort tun würden. Frag immer zuerst die Halterin, warte ihre Antwort ab und lass dann den Hund entscheiden: Hand ruhig seitlich anbieten, nicht über den Kopf greifen, und wenn er sich abwendet, ist das ein klares Nein. Für Kinder lohnt sich der feste Merksatz "erst fragen, dann stehen bleiben, dann die Hand unten lassen" – er verhindert mehr unangenehme Situationen als jede Diskussion über Rassen.










