Bien Logo

Székelykáposzta: Das ungarische Schmorgemüse, das am nächsten Tag noch besser schmeckt

Váradi Petra3 Min. Lesezeit
Teilen:
Székelykáposzta: Das ungarische Schmorgemüse, das am nächsten Tag noch besser schmeckt — Lebensstil
In diesem Artikel

Manche Gerichte brauchen einfach Zeit – und genau das macht sie so besonders. Székelykáposzta, das klassische ungarische Schmorgericht aus Schweinefleisch und Sauerkraut, gehört dazu: Die Aromen verbinden sich langsam, das Fleisch wird butterzart, und wer das Gericht über Nacht durchziehen lässt, wird am nächsten Tag mit einem noch intensiveren Geschmack belohnt. Kein ausgefallenes Zutaten, kein Kochkurs nötig – nur ein großer Topf und ein bisschen Geduld.

Zutaten für 4 Portionen

  • 700 g Schweineschulter
  • 800 g Sauerkraut
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Öl oder Schweineschmalz
  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL gemahlener Kümmel
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
  • ca. 200–300 ml Wasser
  • 200 ml Sauerrahm zum Servieren

So wird Székelykáposzta gemacht

1. Fleisch und Zwiebel vorbereiten. Die Schweineschulter in gleichmäßige, mittelgroße Würfel schneiden. Die Zwiebel fein hacken, dann in einem großen Topf das Öl oder Schmalz erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten.

2. Die Gulaschbasis würzen. Das Fleisch zur Zwiebel geben und einige Minuten anbraten, bis alle Seiten leicht gebräunt sind. Den Topf vom Herd nehmen, Paprikapulver, gehackten Knoblauch und Kümmel einrühren – dann mit einem Schuss Wasser ablöschen.

3. Das Fleisch weich schmoren. Die Lorbeerblätter dazugeben, pfeffern und das Fleisch zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 40–50 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch kontrollieren und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.

4. Das Sauerkraut hinzufügen. Falls das Sauerkraut sehr sauer ist, vorher kurz unter kaltem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen. Zum Fleisch geben und bei Bedarf noch etwas Wasser hinzufügen. Vorsichtig salzen – Sauerkraut bringt bereits eine ordentliche Portion Salz mit.

5. Alles gemeinsam fertig garen. Wieder abdecken und bei schwacher Hitze weitere 40–50 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch vollständig zart ist und das Kraut angenehm weich wird. Gelegentlich umrühren und darauf achten, dass das Gericht nicht zu trocken wird. Am Ende sollte es saftig und gehaltvoll sein – kein wässriger Eintopf, sondern ein sämiges Schmorgericht.

Was macht Székelykáposzta wirklich besonders?

Das Geheimnis liegt im langsamen Garen und der richtigen Konsistenz. Nicht zu viel Wasser verwenden – das Sauerkraut gibt beim Kochen selbst Flüssigkeit ab, und die Sauce soll am Ende schön gehaltvoll sein. Schweineschulter ist ideal, weil sie durch das lange Schmoren butterweich wird und dem Kraut eine wunderbar würzige Grundlage gibt.

Wer Zeit hat, sollte das Gericht am Vortag zubereiten und am nächsten Tag langsam aufwärmen. Die Schmorgrundlage, das Fleisch und das Sauerkraut verbinden sich über Nacht zu einem noch runderen Geschmack. Zum Servieren einen Klecks Sauerrahm darüber geben – und dazu passt frisches Brot hervorragend.

Nur auf Bienvibe

Original

Passende Artikel

Dieser eine Trick macht dein Letscho nie wieder zu sauer — Lebensstil

Dieser eine Trick macht dein Letscho nie wieder zu sauer

Wenn dein Letscho zu säuerlich schmeckt, brauchst du nur eine einzige Zutat – und das Gericht wird cremiger und runder als je zuvor.

Váradi Petra•
Nicht nur für Feiertage: So gelingt die klassische ungarische Fischsuppe — Lebensstil

Nicht nur für Feiertage: So gelingt die klassische ungarische Fischsuppe

Kräftig, paprikawürzig und unglaublich aromatisch – die ungarische Halászlé ist mehr als ein Festessen. Wir zeigen, wie sie wirklich gelingt.

Szalai Dóra•
Omas geheime Zutat: Warum ihr Pörkölt immer besser schmeckte als alle anderen — Lebensstil

Omas geheime Zutat: Warum ihr Pörkölt immer besser schmeckte als alle anderen

Ein kleiner Trick, der alles verändert: Unsweetened Kakao im Pörkölt sorgt für eine samtige Tiefe, die man nicht erklären kann – aber sofort schmeckt.

Váradi Petra•
Ein unterschätztes Wintergericht: So gelingt Wirsing-Gemüseeintopf wirklich cremig und aromatisch — Lebensstil

Ein unterschätztes Wintergericht: So gelingt Wirsing-Gemüseeintopf wirklich cremig und aromatisch

Wirsing-Gemüseeintopf schmeckt nicht nur bei Oma – mit ein paar einfachen Tricks gelingt er zuhause genauso samtig, mild-süßlich und unwiderstehlich gut.

Szalai Dóra•
Omis Kürbisgemüse – dieses kleine Geheimnis macht den Geschmack so intensiv — Lebensstil

Omis Kürbisgemüse – dieses kleine Geheimnis macht den Geschmack so intensiv

Das Geheimnis des perfekten Kürbisgemüses steckt in einem einzigen Trick: So hat Oma es gemacht – und so wird es unglaublich aromatisch.

Váradi Petra•
Der perfekte Pfannkuchen: So klebt der Teig nicht mehr an der Pfanne — Lebensstil

Der perfekte Pfannkuchen: So klebt der Teig nicht mehr an der Pfanne

Mit diesen einfachen Tricks gelingen Pfannkuchen wirklich jedes Mal – dünn, weich und gleichmäßig gebacken, ohne Kleben oder gummige Stellen.

Szalai Dóra•