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Verursacht Matcha-Tee wirklich Haarausfall? Das sagt der Experte zum TikTok-Gerücht

Barbara Weber3 Min. Lesezeit
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Verursacht Matcha-Tee wirklich Haarausfall? Das sagt der Experte zum TikTok-Gerücht — Lebensstil
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In den sozialen Medien – besonders auf TikTok – tauchen immer mehr Videos auf, die behaupten, Matcha-Tee könne Haarausfall verursachen. Aber wie viel steckt wirklich hinter dieser beunruhigenden Behauptung? Wir sehen uns an, was die Fachleute dazu sagen.

Was steckt hinter den TikTok-Clips?

Der Ursprung liegt bei einer Gründerin einer Beauty-Marke – Michelle Ranavat –, die berichtete, sie habe große Mengen Matcha getrunken und dabei einen verstärkten Haarausfall bemerkt. Bei einer Blutuntersuchung wurde ein niedriger Eisenspiegel festgestellt, und sie vermutete, dass Matcha die Eisenaufnahme hemmen könnte.

Das weckte Interesse: Gilt das allgemein oder war es ein spezieller Fall? Und war es überhaupt der regelmäßige Matcha-Konsum, der ihren Haarausfall ausgelöst hat?

Was sagen die Experten?

Experten sehen theoretisch eine mögliche Verbindung – aber nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Haarfollikel brauchen Sauerstoff und Nährstoffe, wozu auch der Eisenspiegel beiträgt. Bei Eisenmangel kann der Haarwachstumszyklus gestört werden.

Tees wie Matcha enthalten viele Polyphenole und Tannine, die die Eisenaufnahme beeinträchtigen können, da Polyphenole sich teilweise an Eisen binden.

Doch Experten betonen: In normalen Mengen konsumierter Matcha führt höchstwahrscheinlich nicht zu Haarausfall. 1–2 Tassen Matcha täglich sind in der Regel unbedenklich.

Eine lächelnde junge Frau genießt draußen eine Tasse Matcha-Tee.

Wann sollte man vorsichtig sein?

Damit Matcha-Tee tatsächlich Haarausfall verursacht oder verstärkt, müssen drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein: Ein bereits niedriger Eisen- oder Ferritinspiegel, ein hoher und regelmäßiger Matcha-Konsum (z. B. 4–6 Tassen täglich) und eine überwiegend pflanzliche Eisenquelle in der Ernährung (da pflanzliches Eisen stärker von Tanninen beeinflusst wird).

Liegt nur eine oder zwei dieser Bedingungen vor, ist die Wahrscheinlichkeit für Haarausfall sehr gering – Matcha als Ursache ist dann eher eine Ausnahme als ein Hauptfaktor.

Was ist die Erkenntnis?

Der Internettrend hat zwar einen kleinen wissenschaftlichen Hintergrund, ist aber nicht wirklich belastbar. Wenn du Matcha magst und keinen Eisenmangel hast, genieße deinen Tee ruhig.

Wenn du jedoch Haarausfall bemerkst und weißt, dass dein Eisen- oder Ferritinspiegel niedrig ist, lohnt es sich, deine Ernährung und deinen Teekonsum zu überprüfen und gegebenenfalls eine Ärztin oder einen Arzt zu konsultieren.

Achte auch darauf, Tee nicht direkt während der Mahlzeiten zu trinken – Experten empfehlen, ihn lieber eine Stunde vor oder nach dem Essen zu genießen, um die Eisenaufnahme weniger zu beeinträchtigen. Ein bisschen Vitamin C in der Ernährung kann zudem helfen, die Eisenaufnahme zu verbessern.

TikTok und ähnliche Plattformen sind tolle Quellen für News, Trends und spannende Themen. Gerade hier ist es aber wichtig, kritisch zu bleiben und Quellen zu prüfen. Bei gesundheitlichen Fragen ist es immer am besten, deine Hausärztin oder deinen Hausarzt oder andere Fachleute zu fragen.

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