Nur wenige Schauspielerinnen schaffen es, ganz Hollywood zu erobern, ohne dass eine einzige Rolle sie für immer in eine Schublade steckt. Genau das ist Anne Hathaway gelungen.
Über die Jahre hat sie ikonische Figuren erschaffen und immer wieder gezeigt, dass in ihr weit mehr steckt als ein hübsches Gesicht und eine berühmte Prinzessinnenrolle. Wir haben die wichtigsten Stationen gesammelt, die ihre Karriere so besonders machen.
Der Anfang und der große Durchbruch
Hathaway wurde in New York geboren und wuchs in New Jersey auf – in einer Familie, in der die Schauspielerei kein Fremdwort war. Auch ihre Mutter stand selbst auf der Bühne.
Den entscheidenden Durchbruch brachte ihr Plötzlich Prinzessin, in dem sie eine amerikanische Teenagerin spielt, die sich als Thronerbin eines kleinen europäischen Landes entpuppt. Der Film wurde zum Lieblingsfilm ganzer Generationen – und machte Hathaway über Nacht zur gefragtesten jungen Disney-Schauspielerin.
Viele erwarteten, dass sie für immer in der Welt der Teenie-Filme bleiben würde. Doch sie schlug ganz bewusst eine andere Richtung ein. Sie übernahm dramatische Rollen – darunter einen Part in Brokeback Mountain – und bewies, dass sie sich auch in ernsteren Registern zu Hause fühlt.
Die Modewelt und die Jahre der großen Dramen
Einer der prägendsten Momente ihrer Karriere war Der Teufel trägt Prada, an der Seite von Meryl Streep. Sie spielte eine unbeholfene Assistentin, die frisch in ein Modemagazin gerät. Der Film ist bis heute ein Klassiker des Genres – und Hathaways Spiel zeigte, dass sie über einen großartigen Sinn für Humor und Selbstironie verfügt.
Kurz darauf folgte Rachels Hochzeit, in dem sie eine seelisch zerbrechliche Frau nach einem Klinikaufenthalt so glaubwürdig verkörperte, dass sie eine Oscar-Nominierung erhielt. Das war der Moment, in dem auch die Branche begann, sie anders zu sehen: nicht mehr nur als freundliches, lächelndes Gesicht, sondern als Schauspielerin, die selbst schmerzhafte, unbequeme Gefühle auf die Leinwand bringen kann.
Der Oscar und die großen Superhelden-Rollen
In der Verfilmung von Les Misérables spielte sie Fantine. Obwohl die Rolle vergleichsweise kurz auf der Leinwand zu sehen ist, brachte sie eine so rohe, schmerzhafte Intensität hinein, dass sie den Oscar als beste Nebendarstellerin gewann.
In der berühmten Szene, in der ihre Figur sich die Haare abschneiden lässt, hat sich Hathaway tatsächlich für die Aufnahme selbst die Haare abschneiden lassen – ein Detail, das viel darüber verrät, wie ernst sie ihre Arbeit nimmt.
Kurz danach betrat sie die Welt der Superheldenfilme: In The Dark Knight Rises spielte sie Catwoman – eine Figur, die zuvor bereits mehrere berühmte Schauspielerinnen verkörpert hatten. Sie aber gab der Rolle eine ganz eigene, verführerische und unberechenbare Note. Mit Christopher Nolan arbeitete sie später noch einmal zusammen, im Science-Fiction-Film Interstellar, einem der größten Kassenerfolge ihrer Karriere.
Neue Rollen und ihre Vielseitigkeit
Auch in den vergangenen Jahren blieb Hathaway nie bei einem einzigen Genre stehen. Sie tauchte in der weiblichen Gaunerbande von Ocean's 8 auf, spielte in dem düster-humorvollen Kleinstadt-Drama Colossal eine Frau mit Alkoholproblemen – in ein seltsam surreales Gewand gehüllt – und verkörperte in der auf einer wahren Geschichte basierenden Serie WeCrashed die Ehefrau eines Firmengründers.
Diese Rollen zeigen, dass sie sich in kein festes Image drängen lässt und gerne auch unbequeme, widersprüchliche Figuren übernimmt. 2026 werden wir sie gleich in fünf Filmen auf der Leinwand sehen – darunter im vielbeachteten Odyssee.
Das Privatleben, über das sie selten, aber offen spricht
Hathaway zieht gemeinsam mit ihrem Mann, dem Produzenten Adam Shulman, zwei Söhne groß. Ihr Privatleben teilt sie in der Öffentlichkeit eher selten – über einige Dinge hat sie jedoch offen gesprochen: dass sie den Alkohol für längere Zeit komplett aufgab und dass sie eine Weile vegan lebte, aus gesundheitlichen Gründen aber wieder zum Fleischessen zurückkehrte.
Diese kleinen, menschlichen Bekenntnisse verraten viel darüber, dass sich hinter ihrer Filmkarriere ein ständig suchender, sich selbst immer wieder hinterfragender Mensch verbirgt.
Was Hathaways Laufbahn am besten beschreibt, ist der ständige Wechsel zwischen leichten und schweren Rollen – ohne dass sie in einer davon jemals oberflächlich wirkt. Die Sanftheit der Prinzessinnen-Komödien und die Härte der dramatischen Rollen scheinen aus derselben Quelle zu stammen: aus einer Schauspielerin, die ihren Beruf ernst nimmt und sich gleichzeitig nicht davor scheut, sich selbst zur Lachnummer zu machen, wenn die Rolle es verlangt.
Mit welchem Film gelang Anne Hathaway der Durchbruch?
Ihren großen Durchbruch schaffte sie mit Plötzlich Prinzessin, in dem sie eine Teenagerin spielt, die sich als europäische Thronerbin herausstellt. Der Film machte sie über Nacht zur gefragtesten jungen Disney-Schauspielerin.
Für welche Rolle gewann Anne Hathaway einen Oscar?
Sie erhielt den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle als Fantine in der Verfilmung von Les Misérables. Für die berühmte Szene ließ sie sich sogar tatsächlich die Haare abschneiden.
In welchen Filmen ist Anne Hathaway 2026 zu sehen?
Laut Artikel wird sie 2026 in gleich fünf Filmen auf der Leinwand zu sehen sein, darunter im vielbeachteten Film Odyssee.
Hat Anne Hathaway Kinder?
Ja, gemeinsam mit ihrem Mann, dem Produzenten Adam Shulman, zieht sie zwei Söhne groß. Ihr Privatleben hält sie jedoch weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.











