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30 ungarische Erfindungen, die unseren Alltag heute noch prägen

Szalai Dóra6 Min. Lesezeit
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30 ungarische Erfindungen, die unseren Alltag heute noch prägen — Freizeit
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Vom Kugelschreiber bis zum Hologramm, vom Sodawasser bis zum Kernreaktor: Die Liste ist erstaunlich lang – und das Verblüffendste daran ist, dass sie nicht übertrieben ist.

Hinter unzähligen Dingen, die wir täglich benutzen, steckt ein ungarischer Name. Manche kennt jeder, andere werden Sie überraschen. Hier sind 30 Erfindungen und Entdeckungen, ohne die unser Alltag ganz anders aussähe.

1. Der Zauberwürfel

Der Architekt und Bildhauer Ernő Rubik entwickelte den Würfel in den 1970er-Jahren eigentlich, um räumliche Drehungen anschaulich zu machen. Seither ist er zum meistverkauften Denkspiel aller Zeiten geworden – und ganze Generationen haben sich weltweit den Kopf darüber zerbrochen.

2. Der Kugelschreiber

Der ungarische Journalist László József Bíró entwickelte jenen Stift, der die Tinte über eine rotierende Kugel gleichmäßig aufträgt. Die Erfindung war so erfolgreich, dass der Kugelschreiber in vielen Sprachen bis heute nach ihm benannt ist.

3. Das Sodawasser

Der Benediktinermönch und Physiker Ányos Jedlik entwickelte das Verfahren zur Herstellung von kohlensäurehaltigem Wasser und legte damit den Grundstein für die Sodawasser- und Siphonkultur.

4. Das Prinzip des Dynamos

Ebenfalls Ányos Jedlik ist die Entdeckung der Grundlagen des Dynamos zu verdanken – einer elektrischen Rotationsmaschine nach dem Prinzip der Selbstinduktion. Und das lange, bevor andere mit ähnlichen Arbeiten weltberühmt wurden.

5. Der Transformator

Ottó Titusz Bláthy, Miksa Déri und Károly Zipernowsky, die Ingenieure der Ganz-Werke, entwickelten den bis heute verwendeten Transformator mit geschlossenem Eisenkern – ein Grundpfeiler der elektrischen Energieverteilung.

6. Der Stromzähler

Auf Ottó Titusz Bláthy geht auch die Erfindung des Verbrauchszählers zurück, mit dem Energieversorger den tatsächlich genutzten Strom präzise messen konnten.

7. Der Telefon-Nachrichtendienst

Tivadar Puskás schuf in Budapest den „Telefonhírmondó", der Nachrichten, Konzerte und Theaterübertragungen direkt in die Wohnungen der Abonnenten brachte – lange bevor sich das Radio durchsetzte.

8. Das Hologramm

Der Physiker Dennis Gábor erarbeitete die theoretischen Grundlagen der Holografie und erhielt dafür später den Nobelpreis. Ohne seine Arbeit gäbe es heute weder Sicherheitshologramme noch die moderne optische Forschung.

9. Die Isolierung von Vitamin C

Albert Szent-Györgyi isolierte und identifizierte im Rahmen seiner Forschungen in Szeged das Vitamin C – eine der wichtigsten Entdeckungen der Ernährungswissenschaft, die ihm den Nobelpreis einbrachte.

10. Der Hubschrauber

Der Ingenieur Oszkár Asbóth baute in den 1920er- und 1930er-Jahren Hubschrauber, die er tatsächlich fliegen ließ – frühe Vorläufer der modernen Senkrechtstarter.

Bis hierher lauter Namen, die man kennen sollte. Doch die spannendsten Kapitel kommen erst noch – vor allem, wenn es um die Technik in Ihrer Hosentasche geht.

11. Das Sicherheitsstreichholz

Der Chemiker János Irinyi entwickelte das geräuschlos und sicher entzündbare Streichholz, das die früheren, weitaus gefährlicheren Varianten rasch verdrängte.

12. Das Prinzip des speicherprogrammierten Computers

Der Mathematiker John von Neumann entwarf jene Architektur, nach der ein Computer sowohl das Programm als auch die Daten im Speicher ablegt. Dieses Prinzip ist bis heute die Grundlage jedes modernen Computers.

13. Die Erkenntnis der Kernkettenreaktion

Der Physiker Leó Szilárd erkannte als Erster die Möglichkeit einer selbsterhaltenden nuklearen Kettenreaktion – später die Grundlage von Atomenergie und Kernreaktoren.

14. Der Einstein-Szilárd-Kühlschrank

Leó Szilárd und Albert Einstein ließen gemeinsam einen Kühlschrank patentieren, der ohne bewegliche Teile und ohne Kompressor auskam – eine ingenieurtechnisch bis heute faszinierende Idee.

15. Das Mond-Radar-Experiment

Der Physiker Zoltán Bay und sein Team gehörten zu den Ersten, denen es gelang, ein Radarsignal vom Mond zurückzuwerfen – die Geburtsstunde der Radarastronomie.

16. Der Vergaser

Die Ingenieure Donát Bánki und János Csonka entwickelten den Vergaser, der zu einem zentralen Bauteil der Kraftstoffversorgung von Benzinmotoren wurde.

17. Das Phasenwechsel-System der Bahnelektrifizierung

Kálmán Kandó entwickelte das System, mit dem Lokomotiven aus dem Wechselstromnetz betrieben werden konnten – erst dadurch wurde die Elektrifizierung großer Eisenbahnnetze möglich.

18. Die Programmiersprache BASIC

Der Mathematiker ungarischer Herkunft John Kemeny war Mitentwickler von BASIC, jener Programmiersprache, die ganze Generationen an die Welt des Programmierens heranführte.

19. Die radioaktive Markierungsmethode

Der Chemiker George de Hevesy entwickelte die Verwendung radioaktiver Isotope als Marker – eine Leistung, die ihm den Nobelpreis einbrachte und die bis heute ein grundlegendes Werkzeug der medizinischen Diagnostik ist.

20. Die Theorie des Überschallflugs

Ohne das Werk des Ingenieurs Theodore von Kármán wäre die moderne Flug- und Raumfahrttechnik undenkbar. Seine Theorien schufen die Grundlage für das Verständnis des Flugs jenseits der Schallgeschwindigkeit.

21. Die Kryptonglühlampe

Der ungarische Physiker Sándor Just entwickelte die mit Kryptongas gefüllte Glühlampe, die langlebiger und energieeffizienter war als frühere Modelle.

22. Die Prägung des Wortes „Vitamin"

Der polnisch-ungarische Biochemiker Casimir Funk prägte den Begriff „Vitamin", nachdem er die unentbehrliche Rolle bestimmter Nährstoffe für den Körper erkannt hatte.

23. Die Bánki-Turbine

Auf Donát Bánki geht auch die Entwicklung eines einfachen, effizienten Wasserturbinentyps zurück, der bis heute weltweit in kleineren Wasserkraftwerken eingesetzt wird.

24. Die Stresstheorie

Der kanadisch-ungarische Mediziner Hans Selye prägte den Begriff des Stress und formulierte die Theorie des allgemeinen Anpassungssyndroms – seither ein Grundbegriff in Medizin und Alltagssprache gleichermaßen.

25. Die Erforschung der Physiologie des Hörens

Der Physiker Georg von Békésy erhielt für seine Forschungen zur Funktionsweise des Innenohrs den Nobelpreis. Seine Arbeit prägte die Entwicklung von Hörgeräten und Hördiagnostik entscheidend.

26. Bahnbrechende Forschung in der Kolloidchemie

Der österreichisch-ungarische Richard Zsigmondy erhielt für seine kolloidchemischen Arbeiten den Nobelpreis und gilt damit als einer der Wegbereiter der heutigen Nanotechnologie.

27. Die Grundlagen der Reaktorphysik

Ohne das Werk des Physikers Eugene Wigner gäbe es die theoretischen Grundlagen heutiger Kernreaktoren nicht – auch er wurde für seine Forschungen mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

28. Die Chemie der Supersäuren

Der Chemiker George Olah erhielt den Nobelpreis für seine Ergebnisse in der Kohlenwasserstoffchemie rund um die sogenannten Supersäuren, die für Kraftstoffherstellung und chemische Industrie große Bedeutung erlangten.

29. Pionierexperimente der Tieftemperaturphysik

Der britisch-ungarische Physiker Nicholas Kürti erforschte das Verhalten von Stoffen nahe dem absoluten Nullpunkt und stellte im Laufe seines Lebens mehrfach neue Rekorde beim Erreichen tiefstmöglicher Temperaturen auf.

30. Die Modernisierung der Eisenbahnrad-Fertigung

Die Eisengießerei von Abraham Ganz revolutionierte die Herstellung von Eisenbahnrädern. Dank des von ihm entwickelten Verfahrens wurden die Ganz-Werke zu einem der bedeutendsten Industriezentren des Kontinents.

Wenn man diese Liste durchgeht, kommt man kaum umhin, darüber nachzudenken, in wie vielen kleinen Alltagsdingen ein Stück ungarischer Erfinder- und Forschergeist steckt – von der Sodaflasche auf dem Küchentisch bis zur inneren Architektur des Smartphones in Ihrer Hosentasche.

Wer hat den Kugelschreiber erfunden?

Der ungarische Journalist László József Bíró entwickelte den Kugelschreiber, bei dem eine rotierende Kugel die Tinte gleichmäßig aufträgt. In vielen Sprachen ist der Stift bis heute nach ihm benannt.

Welche ungarischen Erfindungen benutzen wir heute noch täglich?

Vom Kugelschreiber über den Zauberwürfel und das Sodawasser bis zum Prinzip des modernen Computers stecken viele ungarische Ideen in unserem Alltag. Selbst die Grundarchitektur heutiger Computer geht auf John von Neumann zurück.

Welche der Erfinder erhielten einen Nobelpreis?

Gleich mehrere: unter anderem Dennis Gábor (Hologramm), Albert Szent-Györgyi (Vitamin C), George de Hevesy, Georg von Békésy, Richard Zsigmondy, Eugene Wigner und George Olah.

Wer entwickelte den Zauberwürfel?

Der Architekt und Bildhauer Ernő Rubik schuf ihn in den 1970er-Jahren, um räumliche Drehungen zu veranschaulichen. Heute ist er das meistverkaufte Denkspiel aller Zeiten.

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