Schritt für Schritt: so wird er wieder benutzbar
Zuerst: Geduld. Lass den Stein vollständig im Ofen auskühlen, am besten über Nacht. Heiße Steine am kalten Spülbecken sind der häufigste Grund für Sprünge. Ist er kalt, nimmst du einen Teigschaber aus Kunststoff oder Metall und schiebst die groben Krusten ab, flach gehalten, mit gleichmäßigem Druck. Reste löst eine harte Bürste oder ein Stück feines Schleifpapier, das du trocken über die Stelle ziehst.
Erst danach kommt, wenn überhaupt, ein nur leicht feuchtes Tuch. Einmal abwischen, mehr nicht. Hartnäckig eingebrannte Flecken erledigt der Ofen selbst: Schieb den Stein bei hoher Oberhitze für etwa eine halbe Stunde ein, bis organische Reste verkohlen. Danach lässt sich das Schwarze nach dem Auskühlen einfach abbürsten. Wichtig ist, dass der Stein anschließend wirklich trocken ist, bevor du ihn wegstellst – am besten bleibt er ohnehin im Backofen wohnen.
Dunkle Flecken sind kein Schmutz
Nach der dritten Pizza ist der Stein fleckig, nach der zehnten gleichmäßig braun. Das ist kein Hygieneproblem, sondern die Patina, die jeder gut benutzte Stein bekommt, und sie verbessert sogar das Backergebnis. Kein Mittel der Welt bringt das ursprüngliche Hellgrau zurück, und jeder Versuch mit Chemie macht den Stein eher kaputt als hübsch. Wer das nicht aushält, ist mit einem Stahlblech besser bedient als mit einem Naturstein.
Ebenfalls normal: ein leichter Geruch nach verbranntem Mehl beim Aufheizen. Der verfliegt. Entscheidend ist nur, dass keine losen, verkohlten Brocken mehr auf der Oberfläche liegen, denn die schmecken bitter und kleben am nächsten Teigboden fest.






