Flecken: schnell und kalt statt heiß und heftig
Die wichtigste Regel lautet: aufnehmen, nicht verteilen. Flüssigkeit mit Küchenpapier von außen nach innen abtupfen, Festes vorher mit einem Löffel abheben. Rotwein und Kaffee kommen mit kaltem Wasser und mildem Waschmittel am besten weg, oft in mehreren Runden. Fett und Öl bestreust du erst mit Natron oder Speisestärke, lässt das Pulver ziehen, saugst ab und behandelst den Rest mit ein wenig Geschirrspülmittel in lauwarmem Wasser. Matsch lässt du komplett trocknen und saugst ihn dann ab – feucht eingearbeitet wird daraus ein grauer Schleier. Bei Tierunfällen zählt die Geruchsbehandlung: aufnehmen, kalt nachtupfen, dann ein Enzymreiniger für Textilien, denn der zerlegt die Geruchsträger, die Wasser allein nur verdünnt.
Finger weg von heißem Wasser bei Eiweißflecken, von Bleiche auf farbigen Teppichen und vom Dampfreiniger bei Wolle, Viskose oder Seide. Und wenn ein Fleck nach zwei ruhigen Versuchen bleibt, ist ein professioneller Teppichservice günstiger als ein ruinierter Teppich.
Wie oft sollte ich einen Teppich richtig reinigen?
Saugen je nach Haushalt ein bis mehrmals pro Woche, eine Grundreinigung mit Natron und Schaum ein bis zwei Mal im Jahr – klassisch im Frühjahr und jetzt, bevor die Heizperiode beginnt. In Haushalten mit Kindern, Tieren oder Allergien lohnt sich zusätzlich ein Rhythmus von etwa drei Monaten, dann bleibt die Faser elastischer und der Schmutz arbeitet sich nicht bis in die Basis vor.
Kann ich einen Teppich in der Waschmaschine waschen?
Nur, wenn das Etikett es ausdrücklich erlaubt, der Teppich klein und leicht ist und deine Maschine das Gewicht verkraftet – nass wird ein Teppich schnell doppelt so schwer. Bade- und Läufermatten aus Baumwolle sind meist unproblematisch bei niedriger Temperatur und wenig Schleuderdrehzahl; Teppiche mit Latexrücken, Wollteppiche und alles Geknüpfte gehören nicht in die Trommel, weil sich Rücken und Knoten lösen können.











