Drei Dinge, die hübsch aussehen und wenig bringen
Erstens: Insektenhotels mit Glasröhrchen, Tannenzapfen, Rindenstücken und bunt lackiertem Holz. Was wirklich genutzt wird, sind saubere, glatt gebohrte Löcher in abgelagertem Hartholz und markhaltige Stängel – der Rest ist Deko und kann im schlimmsten Fall Feuchtigkeit und Schimmel halten. Zweitens: gefüllte Blüten. Sie sehen üppig aus, haben aber durch die Züchtung kaum noch Pollen und Nektar, und an viele kommen Insekten gar nicht heran. Drittens: der komplett winddichte, geschützte Platz unter dem Dachvorsprung. Für uns gemütlich, für überwinternde Tiere oft zu warm und zu trocken – sie brauchen kühle Beständigkeit, keine Temperatursprünge.
Statt neuer Anschaffungen lohnt sich ein ehrlicher Blick auf das, was ohnehin da ist: ein alter Tontopf auf die Seite gelegt, ein Bündel trockener Stängel mit Schnur zusammengebunden und waagerecht an die Brüstung gehängt, ein Stück unbehandeltes Holz an die Wand gelehnt. Unspektakulär, aber brauchbar.
Späte Nahrung und frühe Nahrung
Zwischen Oktober und März ist die Lücke am größten. Was jetzt noch blüht, ist deshalb wertvoll: Efeu, der an einer Hauswand oder im großen Kübel wächst und spät im Jahr Blüten trägt, dazu Astern und Fetthenne, die man einfach stehen lässt, solange noch etwas Farbe darin ist. Für das andere Ende der Lücke pflanzt du jetzt: Krokusse, Winterlinge, Schneeglöckchen und Traubenhyazinthen kommen im Herbst in den Topf und sind im Februar und März oft die erste Mahlzeit für Hummelköniginnen.






