Die Markise ist das Möbelstück, das man erst wahrnimmt, wenn sie fleckig ist. Den ganzen Sommer hat sie Schatten gemacht, Pollen aufgefangen, Regenspritzer abbekommen, Vögel beherbergt – und jetzt, wo die Nachmittage kürzer werden, verschwindet sie oft ungewaschen in ihrer Kassette. Genau dort passiert im Winter das Unangenehme: Feuchtigkeit und organische Reste bleiben monatelang eingerollt zusammen, und im Frühjahr rollt man eine Fläche mit dunklen Punkten aus. Ein Nachmittag jetzt spart dir also die Enttäuschung im Mai.
Die eine Regel, die wichtiger ist als jedes Mittel
Markisenstoff darf niemals feucht eingerollt werden. Das gilt auch nach einem harmlosen Nieselregen: lieber ausgefahren lassen, bis das Tuch wirklich trocken ist, und erst dann einfahren. Wenn du dringend einfahren musst, roll die Markise später am selben Tag noch einmal aus und lass sie durchtrocknen. Alles andere ist die Einladung an Stockflecken, die sich später kaum noch vollständig entfernen lassen.
Such dir für die Reinigung einen trockenen, nicht zu sonnigen Tag – ideal ist bedeckter Himmel mit Wind, weil das Tuch danach gleichmäßig trocknet, ohne dass Reinigungswasser in der Sonne Ränder hinterlässt.
Schritt für Schritt: die sanfte Grundreinigung
Fahre die Markise vollständig aus und fege zuerst trocken: mit einem weichen Besen oder einer Bürste Blätter, Spinnweben und Staub abnehmen, auch in den Falten an der Vorderkante. Dann das Tuch mit klarem, lauwarmem Wasser abbrausen, bei tief hängenden Markisen mit der Gießkanne, sonst mit dem Gartenschlauch bei sanftem Strahl.






