Drei Fehler, die Töpfe über den Winter kosten
Der erste Fehler passiert beim Gießen. Viele gießen im Herbst nach Gewohnheit weiter, obwohl die Verdunstung deutlich sinkt. Die Erde bleibt tagelang klamm, die Wurzeln bekommen keine Luft, und was dann kommt, sieht aus wie Trockenschaden, ist aber das Gegenteil. Meine Regel: erst den Finger zwei Zentimeter in die Erde, dann entscheiden. Und gegossen wird vormittags, damit die Oberfläche bis zum Abend abtrocknen kann.
Der zweite Fehler sind volle Untersetzer. Was im Sommer eine praktische Wasserreserve war, wird im Herbst zum Problem: Steht die Pflanze dauerhaft im Wasser und friert dieses Wasser später durch, drückt das Eis den Wurzelballen kaputt. Untersetzer im Oktober also ausleeren oder gleich wegräumen und die Töpfe auf Füßchen, Leisten oder alte Dachziegel stellen, damit Wasser ablaufen kann.
Der dritte Fehler ist Dünger im falschen Moment. Wer jetzt noch kräftig nachfüttert, provoziert weiche, wasserreiche Triebe, die der erste Frost zuverlässig erwischt. Bei mehrjährigen Pflanzen wie Rosmarin, Lavendel oder Beerensträuchern im Kübel ist ab Spätsommer Schluss. Bei schnell wachsendem Salat reicht ein sehr sparsamer Schluck, mehr braucht er nicht.






